Haus in Querum in Flammen: Bewohnerin tot aufgefunden

In Querum ist am frühen Freitagmorgen ein Gebäude nahe der Forststraße in Brand geraten. Eine Bewohnerin galt zunächst als vermisst.

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Symbolfoto | Foto: Anke Donner

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Braunschweig. In den frühen Morgenstunden des vergangenen Freitags ist in Querum ein Gebäude in der Nähe der Forststraße in Brand geraten. Wie die Feuerwehr Braunschweig in einer Pressemitteilung berichtete, wurde eine Bewohnerin zunächst vermisst. Doch nun gibt es traurige Gewissheit. Drei Feuerwehrmänner wurden zudem bei dem Einsatz verletzt.



Zunächst wurden der Löschzug der Hauptwache der Berufsfeuerwehr sowie die Ortsfeuerwehr Querum zu einem Feuer mit Menschenleben in Gefahr in den Habichtweg im Stadtteil Querum alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zeigte sich ein ausgedehntes Brandereignis. Ein Einfamilienhaus stand in Vollbrand. Das Einsatzstichwort wurde daraufhin auf B3 – Feuer groß erhöht. In der Folge wurden unter anderem der Löschzug der Südwache sowie weitere Ortsfeuerwehren und Facheinheiten zur Einsatzstelle nachgefordert.

Unmittelbar nach dem Eintreffen wurde ein massiver Löschangriff aufgebaut. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz drangen in das Gebäude vor. Aufgrund der enormen thermischen Belastung im Gebäude war ein weiteres und ausreichend tiefes Vorgehen der Einsatzkräfte jedoch zeitweise nicht möglich. Parallel dazu wurde die Brandbekämpfung über mehrere Rohre im Außenangriff durchgeführt. Im Verlauf des Einsatzes waren zahlreiche Atemschutztrupps sowohl im Innen- als auch im Außenangriff eingesetzt.

Ehefrau vermisst


Ein Bewohner des Hauses konnte sich über ein Dachfenster retten. Er wurde durch die Einsatzkräfte und den Rettungsdienst betreut und verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Aufenthaltsort seiner Ehefrau war zunächst ungeklärt. Wie die Polizei über ihren WhatsApp-Kanal berichtet, wurde die Frau am Freitagabend jedoch tot aufgefunden. Eine Katze, konnte im Verlauf des Einsatzes ebenfalls nur noch tot geborgen werden. Das Wohnhaus wurde durch das Brandereignis schwer beschädigt und ist nach derzeitigem Stand weitgehend zerstört.

Schwierige Nachlöscharbeiten


Besonders aufwendig gestalteten sich die Nachlöscharbeiten. Das gesamte Dach ist mit einer eingelassenen Photovoltaikanlage versehen. Gleichzeitig ist die Dachkonstruktion im Innenbereich unter anderem mit OSB- und Gipskartonplatten verkleidet. Dadurch waren mögliche Glut- und Brandnester sowohl von außen als auch von innen nur sehr schwer erreichbar. Um einen geeigneten Zugang zum Dachbereich zu schaffen, wurde durch das THW Braunschweig eine rund acht Meter lange Mauer zurückgebaut. Dadurch sollte ermöglicht werden, dass eine Drehleiter rückwärts weiter in das Grundstück einfahren und eine geeignete Aufstellfläche erreichen kann.

Anschließend wurde die Dachhaut gezielt geöffnet. Gleichzeitig musste die Photovoltaikanlage Stück für Stück demontiert werden, damit die darunterliegenden Bereiche kontrolliert und verbliebene Brand- beziehungsweise Glutnester abgelöscht werden konnten.

Drei Feuerwehrmänner verletzt


Im Verlauf des Einsatzes wurden zudem drei Feuerwehrangehörige verletzt. Ein Feuerwehrmann erlitt eine Verletzung am Fuß, ein weiterer eine Verbrühung und ein dritter hatte Kreislaufprobleme. Die betroffenen Einsatzkräfte wurden medizinisch versorgt, teilweise in Krankenhäuser gebracht und konnten diese inzwischen wieder verlassen. Es waren zahlreiche Einsatzkräfte an der Einsatzstelle tätig, fünf Löschzüge kamen zum Einsatz. Neben den Kräften der Berufsfeuerwehr und zahlreicher Ortsfeuerwehren wurden das Technische Hilfswerk sowie verschiedene Fachzüge und Spezialeinheiten der Freiwilligen Feuerwehr hinzugezogen. Die während des Einsatzes verwaisten Feuerwachen der Berufsfeuerwehr wurden durch Löschzüge der Ortsfeuerwehren besetzt, um den Grundschutz für das Stadtgebiet weiterhin sicherzustellen.

Große Hilfsbereitschaft bei Nachbarn


Einen ausdrücklichen Dank richtet die Feuerwehr an die zahlreichen Nachbarinnen und Nachbarn im Habichtweg und im unmittelbaren Umfeld der Einsatzstelle. Sie unterstützten die Einsatzkräfte unter anderem mit Verpflegung, Getränken, der Bereitstellung von Toiletten und Sitzmöglichkeiten. Diese große Hilfsbereitschaft und Wertschätzung gegenüber den Einsatzkräften sei alles andere als selbstverständlich und sei von allen Beteiligten sehr dankbar angenommen worden. Die Ursache des Brandes sowie die Schadenssumme sind derzeit noch ungeklärt.