Michelin-Stern: Dieses Restaurant spielt jetzt in einer anderen Liga

Damit ist unsere Region nun wieder auf der Landkarte der Spitzengastronomie vertreten – dank dieses Küchenchefs und seinem Team.

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Bei der Aufnahme-Zeremonie in Frankfurt war der Jubel groß: Johannes Steingrüber freut sich über den Michelin-Stern für sein Restaurant Harzfenster.
Bei der Aufnahme-Zeremonie in Frankfurt war der Jubel groß: Johannes Steingrüber freut sich über den Michelin-Stern für sein Restaurant Harzfenster. | Foto: privat

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Goslar. Er zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen in der Spitzengastronomie: der Stern im Michelin-Restaurantführer. Mit einem solchen wurde jetzt erstmals das Restaurant "Harzfenster by Johannes Steingrüber" in Seesen im Landkreis Goslar bedacht. Damit ist die Region zwischen Harz und Heide jetzt wieder in diesem bedeutenden Reiseführer und damit in der Liga der Restaurants der Extraklasse vertreten, nachdem Sven Elverfeld den Betrieb des weltbekannten "Aqua" in Wolfsburg im März dieses Jahres eingestellt hatte.



Ob Johannes Steingrüber in Seesen in diese Fußstapfen tritt? Vielmehr geht der 30-jährige Chefkoch mit seinem Restaurant im Hotel "Görtler" wohl seinen eigenen Weg. Dass sein Restaurant Harzfenster jetzt mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde, habe er zunächst kaum fassen können, so wird Steingrüber auf der Homepage der Stadt Seesen zitiert. Im Rathaus hat er von den überwältigenden Emotionen berichtet, die er unter anderem vor Kurzem bei der Michelin-Aufnahmezeremonie in Frankfurt erlebt hatte.

Besondere Atmosphäre und besonderes Essen im Harzfenster


Im Hotel "Görtler" am östlichen Rand der Stadt Seesen, wo Steingrüber sich mit dem Harzfenster vor drei Jahren selbstständig gemacht hatte, habe man "einen kleinen, exklusiven Bereich geschaffen, der mit seiner farblichen Gestaltung die umliegende Natur aufgreift – speziell sind vor allem die mit waldgrünem Alcantara-Leder bezogenen Tische", heißt es unter anderem im Text zum Seesener Restaurant auf der Homepage des "Guide Michelin".

Die Atmosphäre im Restaurant, das sich quasi direkt am westlichen Rand des namensgebenden Mittelgebirges befindet, sei demnach "heimelig und intim-familiär, der Service charmant-locker und gleichermaßen anspruchsvoll – dazu trägt der Sommelier ebenso bei wie die Köche samt Küchenchef und Patron Johannes Steingrüber selbst", loben die Michelin-Experten. Das Menü mit sieben bis zehn Gängen überzeuge derweil "durch kreative, angenehm reduzierte Kombinationen". Diese "beweisen Mut und stecken voller Ausdruck und stimmig balancierter Kraft." Deutlich erkennbar seien asiatische Einflüsse, die raffinierte Akzente setzen.

Er steht für ausgezeichnete Küche im Harz: Johannes Steingrüber.
Er steht für ausgezeichnete Küche im Harz: Johannes Steingrüber. Foto: privat



Zweiter Stern bereits als Ziel ausgegeben


Anerkennung gab es für die herausragende Leistung des Restaurants auch schon vonseiten der Stadt Seesen. Dort trug sich Steingrüber jetzt auf Einladung von Bürgermeister Erik Homann ins Goldene Buch der Stadt ein, wie die Verwaltung auf ihrer Homepage berichtet. Demnach habe er im Rathaus auch davon berichtet, wie seine Pläne für die Zukunft aussehen. Er wolle den zweiten Stern nach Seesen holen und die Stadt zu einem Mekka der Gourmets dieser Welt machen.