Braunschweig. Vor dem Landgericht Braunschweig beginnt am morgigen Donnerstag der Prozess gegen einen 24-jährigen Angeklagten. Ihm wird Betrug in besonders schwerem Fall vorgeworfen. Im Mittelpunkt steht der Betrieb eines Corona-Testzentrums in Braunschweig.
Nach dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte zwischen Februar und Ende August 2022 Corona-Tests abgerechnet haben, die tatsächlich gar nicht durchgeführt worden seien. Insgesamt soll er für diesen Zeitraum 30.528 Tests angegeben und abgerechnet haben. Es seien in dem Testzentrum lediglich 911 Tests durchgeführt worden.
Über 180.000 Euro ergaunert
Damit sollen 29.617 Tests zu Unrecht abgerechnet worden sein. Der dadurch erlangte Betrag soll sich auf 180.625,79 Euro belaufen. Die Staatsanwaltschaft hat nach den Angaben zum Verfahren die Einziehung des Wertes des Tatertrags beantragt.
Zusätzlich wird dem Angeklagten vorgeworfen, wahrheitswidrig angegeben zu haben, einen Kooperationsvertrag entsprechend den Mindestanforderungen für den Betrieb eines Corona-Testzentrums mit einem Arzt sowie einem Notfallsanitäter abgeschlossen zu haben. Nach dem Anklagevorwurf hätten die Testungen wegen fehlender Mindestvoraussetzungen ohnehin nicht durchgeführt werden dürfen.

