Polizei Hannover nimmt mehrere Tatverdächtige nach schwerer Raubserie fest

Die Polizei Hannover hat am Donnerstag, 10. September, mehrere Tatverdächtige wegen einer schweren Raubserie festgenommen.

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Polizei (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

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Hannover. Die Polizei Hannover hat am Donnerstag, 10. September, mehrere Tatverdächtige wegen einer schweren Raubserie festgenommen. Das teilte die Polizeidirektion Hannover mit.


Den Tatverdächtigen wird vorgeworfen, Menschen zwischen Oktober 2025 und Mai dieses Jahres unter einem Vorwand in Wohnungen gelockt und dort überfallen zu haben. Die Betroffenen sollen gefesselt und mit Messern bedroht worden sein.

Die Täter, die in wechselnden Gruppen agierten, wollten nach Angaben der Polizei Vermögenswerte erpressen und die Opfer berauben. Nach den bisherigen Ermittlungen des Zentralen Kriminaldienstes sind insgesamt 10 Tatverdächtige identifiziert worden. Es handelt sich um neun Männer und eine Frau im Alter von 17 bis 26 Jahren.

Ihnen werden derzeit sieben Raubstraftaten zugeordnet, die als außergewöhnlich schwer eingestuft werden. Die Gruppe soll in wechselnder Besetzung Betroffene im Alter von 34 bis 56 Jahren aus dem In- und Ausland in kurzfristig arrangierte Wohnungen gelockt haben, um sie dort gemeinschaftlich auszurauben.

Dabei sollen die Opfer gewaltsam überfallen, gefesselt und mit Messern bedroht sowie teilweise verletzt worden sein. Erbeutet wurden Bargeld, Schmuck, Mobiltelefone und Kryptowährung. Das Amtsgericht Hannover erließ sieben Untersuchungshaftbefehle und zehn Durchsuchungsbeschlüsse, die die Polizei am Donnerstag vollstreckte.

Bei Durchsuchungen an insgesamt zehn Objekten in Hannover, Laatzen, Ronnenberg und im brandenburgischen Herzberg nahmen die Einsatzkräfte vier Tatverdächtige fest. In Laatzen waren es eine 23-Jährige und ein 26-Jähriger, in Hannover ein 20-Jähriger und in Ronnenberg ein 23-Jähriger.

Die Festgenommenen kamen in verschiedene Justizvollzugsanstalten in Niedersachsen. Weitere Tatverdächtige, die nicht angetroffen wurden, sind zur Fahndung ausgeschrieben. Bei den Durchsuchungen stellte die Polizei unter anderem Telefone, Tablets sowie Messer und weitere Gegenstände sicher, die für die Taten genutzt worden sein könnten.

Der Polizeivizepräsident der Polizeidirektion Hannover, Stefan Sengel, sprach von einer besonderen Skrupellosigkeit und immenser krimineller Energie der Gruppierung. Die Festnahmen und die Untersuchungshaft mehrerer Tatverdächtiger seien das Ergebnis monatelanger Ermittlungsarbeit.

Wer Menschen auf so perfide Weise in eine Falle locke, müsse mit der vollen Härte des Rechtsstaates rechnen, so Sengel. Sein Dank gelte den Ermittlern, die Licht in das komplexe Tätergeflecht gebracht hätten.


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