Salzgitter. Jutta Wolff und Patrick Lindemann wurden am vergangenen Samstag in der Kniestedter Kirche mit dem Grubenlampen-Preis 2026 ausgezeichnet.
Während Wolff für ihr jahrzehntelanges Engagement in der Kirchengemeinde Christ-König geehrt wurde, erhielt Lindemann den Preis gemeinsam mit seiner Familie für seinen Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr Gebhardshagen.
Jutta Wolff engagiert sich seit 40 Jahren
Seit rund vier Jahrzehnten bringt sich Jutta Wolff in das Gemeindeleben ein. Sie organisiert und unterstützt unter anderem Sternsingeraktionen, Gemeindefeste, Kreuzwegandachten und die Kommunionvorbereitung. Darüber hinaus half sie geflüchteten Familien aus Syrien und Afghanistan bei der Einrichtung ihrer Wohnungen und unterstützte Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Laudatorin Isabel Brandis würdigte ihren vielseitigen Einsatz und ihre Bereitschaft, dort zu helfen, wo Unterstützung gebraucht wird. Wolff selbst zeigte sich überrascht von der Auszeichnung: „Das ist eine Ehre, eine Anerkennung für die Tätigkeit, die man als Ehrenamtliche macht.“
Patrick Lindemann: Feuerwehr als Familienaufgabe
Die zweite Auszeichnung ging an Patrick Lindemann, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Salzgitter-Gebhardshagen. Er ist seit seiner Jugend bei der Feuerwehr aktiv und investiert inzwischen wöchentlich etwa 18 bis 20 Stunden in sein Ehrenamt.
Neben Einsätzen gehören Ausbildung, Organisation und die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr zu seinen Aufgaben. Seine Frau Sabrina und die Kinder Paul und Emma unterstützen ihn und teilen seine Begeisterung für die Feuerwehr. Deshalb wurde die Familie gemeinsam ausgezeichnet.
Bei der Nachricht über seine Nominierung hatte Lindemann zunächst an einen Werbeanruf gedacht. Umso größer war später die Freude. Seine Motivation beschrieb er so: „Ich mache es einfach, um den Menschen in der Stadt Salzgitter im Notfall zu helfen.“
Axel Wilde als Initiator
Gestiftet wird der Preis von Axel Wilde, der trotz seines Lebensmittelpunkts in München seiner Heimatstadt Salzgitter verbunden geblieben ist. Mit der Grubenlampe möchte er Menschen würdigen, deren ehrenamtlicher Einsatz häufig wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhält.
Die Auszeichnung erinnert zugleich an seinen Vater, der als Bergmann und Meister auf Schacht Georg arbeitete. Die Jury berät zweimal jährlich über mögliche Preisträger. Vorschläge für kommende Auszeichnungen liegen bereits vor.



