Schließung wegen Schadstoffen: So geht es mit der Grundschule Hallendorf weiter

Nach der PCB-bedingten Schließung der Grundschule Hallendorf im vergangenen Jahr gibt es nun einen konkreten Fahrplan für die Rückkehr an den Standort.

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Die Grundschule Hallendorf ist geschlossen.
Die Grundschule Hallendorf ist geschlossen. | Foto: Rudolf Karliczek

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Salzgitter. Der Rat der Stadt Salzgitter hat den Weg für die Rückkehr des Schulbetriebs an die Grundschule Hallendorf geebnet. In seiner jüngsten Sitzung beschloss das Gremium, die Verwaltung mit der Planung und Ausschreibung eines Interimsgebäudes in Modulbauweise zu beauftragen.



Im September 2025 musste die Grundschule geschlossen werden, nachdem bei einem routinemäßigen Schadstoffscreening in einem Klassenraum erhöhte Belastungen mit Polychlorierten Biphenylen (PCB) festgestellt worden waren. Weitere Untersuchungen ergaben, dass insbesondere der Ostflügel betroffen war und die geltenden Grenzwerte teilweise deutlich überschritten wurden. Als Ursache wurde PCB-haltige Deckenfarbe identifiziert. Die Stadt sperrte den Gebäudeteil umgehend. Da eine Nutzung des übrigen Schulgebäudes aus organisatorischen Gründen nicht möglich war, wurde der gesamte Schulstandort geschlossen.

Schüler sollen an Schulstandort zurückkehren


Die Schülerinnen und Schüler werden seitdem in der Altstadtschule in Salzgitter-Bad unterrichtet. Bereits unmittelbar nach der Schließung hatte die Stadt verschiedene Übergangslösungen geprüft, darunter Schulcontainer sowie Ausweichstandorte in anderen Schulen. Schon damals galt eine Containeranlage am Standort Hallendorf als wahrscheinlichste langfristige Übergangslösung.

Fertigstellung im Frühjahr


Mit dem nun gefassten Ratsbeschluss soll diese Planung nun umgesetzt werden. Die Verwaltung soll die Entwurfsplanung erstellen, den Bauantrag vorbereiten und die Anmietung sowie Errichtung der Container ausschreiben. Die Kosten für die Anlage belaufen sich nach derzeitiger Berechnung auf rund 3,86 Millionen Euro. Die Module sollen für einen Zeitraum von fünf Jahren angemietet und im Bereich der Freiflächen hinter der Sporthalle errichtet werden. Mit einer Fertigstellung der Containeranlage wird dann im März 2027 gerechnet. Nach Fertigstellung dieser Anlage und der Sanierungsarbeiten im Westflügel des Bestandsgebäudes ist eine Nutzung hier möglich.

Wie geht es weiter?


Über die Übergangslösung hinaus stellte der Rat die Weichen für die dauerhafte Entwicklung des Schulstandorts. Die Verwaltung soll außerdem prüfen, ob der schadstoffbelastete Ostflügel saniert werden kann oder ein Ersatzneubau wirtschaftlicher ist. Gleichzeitig sollen die Planungen für einen Erweiterungsbau fortgeführt werden, da die Grundschule künftig im Ganztagsbetrieb geführt werden soll.

Ein Mensabereich wird im Interimsgebäude allerdings nicht eingerichtet. Nach Einschätzung der Verwaltung würde dies einen unverhältnismäßig hohen zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand verursachen. Für die spätere dauerhafte Erweiterung liegen bereits Vorplanungen vor, die einen separaten Mensabereich und zusätzliche Schulräume vorsehen. Sobald diese Planungen konkretisiert sind, sollen sie den politischen Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt werden.

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