Berlin. Der Bund muss immer mehr seines Steueraufkommens für Zinsen ausgeben. Das belegen Kennziffern einer internen Unterlage des Bundesfinanzministeriums, über die der "Spiegel" berichtet.
Demnach wird sich die Kreditfinanzierungsquote - sie gibt an, welcher Anteil des Bundeshaushalts mit Schulden finanziert wird - bis 2030 nahezu verdoppeln. 2025 lag sie bei 13,6 Prozent, 2030 soll sie 26,3 Prozent erreichen.
Noch dramatischer entwickelt sich die Zins-Steuerquote. Sie gibt an, welchen Anteil seiner Steuereinnahmen der Bund für Zinszahlungen aufbringen muss. Der Wert lag im vergangenen Jahr noch bei 7,7 Prozent, bis 2030 wird er der BMF-Aufstellung zufolge auf 18,4 Prozent steigen.
Auslöser für die Entwicklung ist die rasante Schuldenaufnahme des Bundes in den kommenden Jahren. Die schwarz-rote Bundesregierung legte 2025 ein schuldenfinanziertes Sondervermögen für Investitionen in Klimaschutz und Infrastruktur von 500 Milliarden Euro auf. Zudem wird der größte Teil der Rüstungsausgaben kreditfinanziert.
Staatsverschuldung: Bund muss mehr Steuergeld für Zinsen ausgeben
Der Bund muss immer mehr seines Steueraufkommens für Zinsen ausgeben.
Schuldenuhr (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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