Region. Die Gewerkschaft ver.di ruft am 21. und 22. Mai zum Warnstreik im Öffentlichen Nahverkehr auf. Auch in der Region wird der ÖPNV für zwei Tage stillstehen.
Die Gewerkschaft ver.di weitet nach gescheiterten Tarifverhandlungen im öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen die Warnstreiks aus. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen zwischen ver.di und den Arbeitgebern. „Auch nach dem vierten Verhandlungstermin nehmen wir keine ausreichende Kompromissbereitschaft auf Seiten der Arbeitgeber wahr. Weiterhin gibt es eine Absage an eine wichtige Forderung der Beschäftigten zur Senkung der Arbeitsbelastung“, sagt Stefanie Weiß, die stellvertretende Fachbereichsleiterin bei ver.di-Niedersachsen-Bremen. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 1. Juni angesetzt.
Streiks in Wolfsburg und Braunschweig
Am 21. und 22. Mai 2026 sollen Beschäftigte von Verkehrsunternehmen ihre Arbeit niederlegen. Betroffen ist auch der Busverkehr in Braunschweig und Wolfsburg.
Die Braunschweiger Verkehrs-GmbH (BSVG) teilte dazu mit, dass der Ausstand am Donnerstag, 21. Mai, mit Betriebsstart beginnt und bis einschließlich Freitag, 22. Mai, Betriebsende dauert. Während des Streiks können keine Stadtbahnen und Busse der BSVG eingesetzt werden. Betroffen sind sämtliche Stadtbahnlinien, alle Buslinien im 400er-Bereich sowie der Schienenersatzverkehr 1E. Ebenso entfallen die Anruf-Linien-Taxis (ALT) und die Regiobuslinien 420, 450 und 480.
Nicht vom Streik betroffen ist der freigestellte Schülerverkehr für Grundschulen. Diese Fahrten werden planmäßig durchgeführt. Auch der Kundenservice der BSVG steht während des Streikzeitraums nicht zur Verfügung: Sowohl das Service-Center am Bohlweg als auch der Service-Point am Hauptbahnhof bleiben geschlossen. Der telefonische Kundenservice ist ebenfalls nicht erreichbar.
Auch die Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG) ist am 21. und 22. Mai vom Streik betroffen. Der Fahrbetrieb der Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG) wird von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss eingestellt. Betroffen seien laut WVG alle Linien der WVG, der Berufsverkehr ins Volkswagen Werk, der PlusBus und die Shuttle- und Sonderbusse zum Heimspiel des VfL Wolfsburg am 21. Mai.
Die Subunternehmen der WVG sind nicht vom Streik betroffen, daher können die von ihnen befahrenen Linien bedient werden. Die Streikfahrpläne sind unter www.wvg.de zu finden. Außerdem werden die stattfindenden Fahrten über die WVG-App beauskunftet.
Die WVG weist darauf hin, dass es auf den verbliebenen Fahrten zu einem erhöhten Fahrgastaufkommen kommen kann, sodass eine Beförderung aufgrund möglicher Überfüllung nicht garantiert werden kann.
