Das Sozialticket wird fortgeführt – aber es wird teurer

Empfänger von Sozialleistungen können im Landkreis Wolfenbüttel das Sozialticket kaufen und damit den ÖPNV günstig nutzen. Doch im kommenden Jahr steigen die Preise.

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Symbolbild. | Foto: Axel Otto

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Wolfenbüttel. Bereits seit August 2018, also seit mittlerweile über acht Jahren gibt es im Landkreis Wolfenbüttel für Empfänger von Sozialleistungen eine kostengünstige Möglichkeit, um die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen – das Sozialticket. In der Sitzung am vergangenen Montag stand dieses nun auf der Tagesordnung des Kreistages. Es ging um die Fortführung des Angebots, aber auch um eine mögliche Preiserhöhung.



Der Alltag wird immer teurer. Wohnkosten, Lebensmittelpreise und Kosten für andere notwendige Dinge kennen scheinbar nur einen Weg – nach oben. Für Menschen, die Grundsicherung im Alter, bei Erwerbsminderung oder aufgrund von Arbeitslosigkeit beziehen, kann es daher eine spürbare Entlastung sein, wenn zumindest die Nutzung des ÖPNV einen nicht allzu großen Posten im monatlichen Budget darstellt. Für sie wurde vor acht Jahren das Sozialticket eingeführt. Auch Wohngeldbezieher und Asylbewerber können die vergünstigte Fahrkarte nutzen.

Etabliertes Angebot


Das Sozialticket wird im Landkreis offenbar gut angenommen und rege genutzt. Wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, die am Montag auf der Tagesordnung des Kreistages stand, wurde es im vergangenen Jahr ganze 8.720 Mal verkauft. Für das laufende Jahr erwartet der Landkreis sogar eine noch höhere Verkaufsquote – nämlich rund 9.200 Stück. Derzeit wird das Monatsticket für einen Eigenbeitrag von 25 Euro ausgegeben, Kinder vom 6. bis einschließlich 14. Lebensjahr zahlen 15 Euro.

Weiterführung beschlossen – aber es wird teurer


Bei der jüngsten Kreistagssitzung wurde zunächst darüber abgestimmt, ob das Sozialticket über das Jahr 2026 hinaus fortgeführt wird. Die gute Nachricht: Auch ab dem 1. Januar wird es die vergünstigte Fahrkarte weiterhin geben – zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2027. Ein weiterer Punkt in der Beschlussvorlage war eine mögliche Preiserhöhung, denn der Ticketpreis orientiert sich an der Entwicklung der Regelsätze der Sozialleistungen. Auch die Preiserhöhung wurde einstimmig durch den Kreistag beschlossen. Ab dem 1. Januar wird das Sozialticket 35 Euro für Erwachsene und 20 Euro für Kinder kosten.

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