Wolfenbüttel. In Teilen der Stadt zeigen sich derzeit wieder bizarre Bilder: Bäume und Sträucher, insbesondere entlang der Oker, wirken wie in Watte gepackt. Ganze Äste sind von dichten, weißen Gespinsten überzogen. Was auf den ersten Blick bedrohlich aussieht, ist jedoch meist harmlos für die betroffenen Pflanzen.
Verantwortlich für das Schauspiel ist die sogenannte Gespinstmotte. Ihre Raupen spinnen sich in großen Gruppen in auffällige Netze ein und fressen Blätter ihrer Wirtspflanzen – darunter Pfaffenhütchen, Apfel, Birne oder Weide – scheinbar vollständig kahl.
Schäden nur vorübergehend
So eindrucksvoll die Gespinste wirken, so begrenzt ist ihr Schaden. Die betroffenen Gehölze erholen sich in der Regel schnell und treiben im Sommer erneut aus. Der Befall sieht dramatischer aus, als er tatsächlich ist. Ein dauerhafter Schaden entstehe meist nicht, teilte Wolfenbüttels Stadtsprecher Thorsten Raedlein im vergangenen Jahr auf Anfrage mit..

Ein aktuelles Bild aus diesem Jahr: ein befallener Strauch am Okerwanderweg zwischen Lindenhalle und Gutspark. Foto: Matthias Kettling
Kein Risiko für den Menschen
Im Gegensatz zum Eichen-Prozessionsspinner, mit dem die Gespinste leicht verwechselt werden, geht von der Gespinstmotte keine Gesundheitsgefahr für Menschen aus. Ihre Raupen besitzen keine giftigen Brennhaare.

