Harte Linie - Samtgemeinde Sickte geht gegen Sprayer vor

Wer solche Täter kenne und nicht meldet, mache sich mitschuldig.

Bürgermeister Ingo Geisler vor einer strafrechtlichen relevanten Sprüherei an der historischen Mauer des Herrenhausparks in Sickte.
Bürgermeister Ingo Geisler vor einer strafrechtlichen relevanten Sprüherei an der historischen Mauer des Herrenhausparks in Sickte. | Foto: Samtgemeinde Sickte

Sickte. In der Gemeinde Sickte kommt es seit vielen Jahren, vor allem in den Sommermonaten, wiederholt zu erheblichen Farbsprühereien durch sogenannte Sprayer. Betroffen sind sowohl öffentliche Einrichtungen als auch private Gebäude. Dieses Verhalten stellt keine Bagatelle dar, sondern ist eindeutig als Straftat zu bewerten, wie die Samtgemeinde Sickte in einer Pressemitteilung betont.




Ebenso würden Laternen, Verkehrsschilder und weitere Einrichtungen zunehmend mit Aufklebern und sogenannten „Spuckies“ beklebt. Die Gemeinde Sickte macht unmissverständlich klar: Jede einzelne Tat wird zur Anzeige gebracht. Die Polizei nehme in jedem Fall Ermittlungen auf. Es sei daher nur eine Frage der Zeit, bis Täter identifiziert und zur Verantwortung gezogen würden.


Neben strafrechtlichen Konsequenzen würden auch erhebliche finanzielle Folgen drohen. Die Gemeinde werde jeden ermittelten Täter konsequent auf Schadenersatz in Anspruch nehmen. Die Kosten für Reinigung und Instandsetzung könnten sich im Einzelfall auf bis zu 15.000 Euro belaufen. Jeder Täter sollte sich daher ernsthaft fragen, ob er bereit ist, eine Vorstrafe zu riskieren und derart hohe Summen aufzubringen.

Appell an Freunde und Eltern



Diese Mitteilung richte sich ausdrücklich auch an Personen im Umfeld der Täter. Wer solche Taten kennt und nicht meldet, mache sich mitschuldig. Das bewusste Verschweigen von Straftaten bedeute, Täter zu schützen – und könne selbst rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.


Insbesondere Jugendliche werden angesprochen: Wer beobachtet, dass Freunde sprayen oder Aufkleber anbringen, sollte den Mut haben, dies der Gemeinde oder der Polizei zu melden. Ebenso richtet sich die Gemeinde an junge Menschen, die möglicherweise in Versuchung geraten: "Lassen Sie sich nicht verleiten. Die Folgen sind erheblich und können Ihre Zukunft nachhaltig beeinträchtigen."

Auch Eltern stünden in der Verantwortung. "Sollten Sie bei Ihren Kindern Spraydosen oder größere Mengen an Aufklebern feststellen, werden Sie aufmerksam. Suchen Sie das Gespräch und klären Sie über die rechtlichen und finanziellen Konsequenzen auf. Sickte ist ein lebenswerter Ort, auf den wir alle gemeinsam stolz sein können. Unser Dorf darf nicht durch mutwillige Sachbeschädigung verschandelt werden. Wer dies trotzdem tut, der stellt sich außerhalb der dörflichen Gemeinschaft. Die Gemeinde wird daher weiterhin konsequent gegen diese Entwicklungen vorgehen."

Keine Kunst, sondern eine Straftat



„Wer meint, sich durch Graffiti oder Aufkleber im öffentlichen Raum verewigen zu müssen, begeht keine Kunst, sondern eine Straftat. Wir werden hier konsequent handeln – im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger. Sickte ist unser Zuhause, und ich erwarte, dass wir alle respektvoll damit umgehen“, erklärt Bürgermeister Ingo Geisler.