Herzöge bleiben auf Kurs: Tabellenführer schlägt Cottbus

von Thorsten Raedlein



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Wolfenbüttel. Einmal mehr ein Punktefestival erlebten die Zuschauer in der Lindenhalle beim Spiel der MTV Herzöge Wolfenbüttel gegen die White Devils Cottbus, das der damit weiterhin ungeschlagene Tabellenführer der Regionalliga Nord am Ende souverän mit 115:92 für sich entschied.

Gegen die nur zu siebt angetretenen Gäste kam das Team um Spielertrainer Demetrius Ward nach zögerlichem Start schnell ins Rollen (14:0, 5. Spielminute) und erspielte bis zur ersten Viertelpause bereits eine 18-Punkte-Führung. Zahlreiche Wechsel auf Seiten der Gastgeber sorgten dann für einen Bruch im Spiel. Während es in der Offensive gewohnt produktiv zuging, gelang es den MTV Herzögen nicht, die unbeschwert aufspielenden Gäste defensiv zu kontrollieren.

„Da hat uns die Ernsthaftigkeit und Aggressivität gefehlt“, kritisierte Geschäftsführer Nicolas Grundmann. Besonders Liga-Topscorer Terrence Billups schlug daraus Kapital und glänzte mit manch sehenswertem Korb, am Ende standen für ihn 30 Punkte und 10 Rebounds zu Buche. Das zweite Viertel ging entsprechend mit lediglich fünf Zählern an die MTV Herzöge, Halbzeitstand: 59:37.

Auch in der zweiten Halbzeit sah das Publikum ein munteres Auf und Ab. Für Szenenapplaus sorgen insbesondere Marcel Schwarz (20 Punkte, 8 Assists!) und Stephen Schubert, der auf 23 Punkte (4 Dreier) kam und mit einem spektakulären Blocked Shot begeisterte, auf der anschließenden Pressekonferenz aber anmerkte, „dass wir zukünftig konstanter eine Leistung wie im ersten Viertel abrufen müssen“.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Nicolas Grundmann: „Die entscheidenden Spiele dieser Saison werden wir nicht mit Hurra-Basketball gewinnen. Da wird es auf unsere Defense ankommen und die muss dann ganz anders aussehen.“

Gästetrainer Steven Herfurth dürfte das egal sein. Er freute sich über den guten Auftritt seiner Mannschaft und bedankte sich dafür, „dass wir hier 92 Punkte machen durften. Das ist auch mal ganz schön.“