Wolfenbüttel. Etwa sechs Jahre ist es her, dass die Umbaumaßnahmen rund um den Schlossplatz und damit auch um das Zeughaus abgeschlossen wurden. Damals ging es vor allem darum, eine zusammenhängende, verkehrsberuhigte und barrierefreie Fläche zwischen Schloss und Zeughaus zu schaffen. Und nun stehen offenbar die nächsten Veränderungen an: Mehr Grün soll her.
Die Stadtverwaltung möchte das Pflaster direkt vor dem historischen Zeughaus aufbrechen und mehr Grün schaffen. Auf gut 160 Quadratmetern sollen drei Pflanzbeete mit sechs Kaiserlinden und robusten Stauden entstehen. Im Sommer soll so mehr Schatten entstehen, die Hitze auf dem Platz abgemildert und dem Regenwasser Platz zum Versickern gegeben werden. Ob das Vorhaben genauso umgesetzt wird, liegt nun in der Hand der Politik – die Gremien beraten in den kommenden Wochen über die entsprechende Vorlage der Verwaltung.
Kaiserlinden mit natürlichem Wuchs
Die vorgesehenen Kaiserlinden sollen optisch an das bestehende Bild des Schlossplatzes anknüpfen, sollen sich aber in der Pflege unterscheiden. Statt wie bisher als Kastenlinden geschnitten zu werden, sollen sie ihren natürlichen Wuchs behalten. Die Baumart gilt laut Verwaltung zudem als besonders widerstandsfähig gegenüber den Folgen des Klimawandels.
Entscheidung im September – Umsetzung 2027
Nach der Auftaktberatung im Bauausschuss am 8. September liegt die finale Entscheidung am 14. September im Verwaltungsausschuss. Die Gesamtkosten belaufen sich inklusive eines Sicherheitszuschlags auf rund 95.000 Euro. Die Stadt rechnet mit einer 50-prozentigen KfW-Förderung, wodurch der eigene Anteil bei 47.500 Euro läge. Stimmt die Politik zu und stehen die Mittel im Haushalt bereit, ist die Umsetzung für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant.
Weitere grüne Orte im Stadtgebiet
Das Areal vor dem Zeughaus ist Teil einer umfassenderen Strategie. In der Prüfung befinden sich laut Verwaltung weitere konkrete Vorhaben im Stadtgebiet. So sollen die Baumreihen an der Ost- und Südseite des Schlossplatzes zu Alleen erweitert werden. Für die Liebauer Straße, den Schneekoppeweg und den Grünlandweg sind Pflanzinseln zur Verkehrsberuhigung angedacht, am Harztorplatz steht eine Neugestaltung mit Begrünung an und auf einer ausgedienten Rollschuhbahn im Ortsteil Linden soll ein artenreicher Kleinstwald entstehen.

