Weihnachten 2012: Landrat Jörg Röhmann schaut zurück und nach vorn

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| Foto: Marc Angerstein



Weihnachten 2012, ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende entgegen und es ist die Zeit der Besinnung. Zeit auch, Geschehenes Revue passieren zu lassen: Landrat Jörg Röhmann blickt für unsere Online-Zeitung auf das vergangene Jahr zurück und fasst zu­sammen, welche Schwerpunkte das Handeln von Kommunalpolitik und Verwaltung des Landkreises geprägt haben. Gleichzeitig blickt der Landrat auf die Entscheidungen, die im Jahr 2013 anstehen.




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Landrat Jörg Röhmann. Foto: Marc Angerstein


„Es sind sehr viele wichtige Dinge im vergangen Jahr passiert: Da wäre zum Beispiel die Einführung einer zweiten Gesamtschule. Die IGS Ravensberger Straße war zwingend not­wendig. Gesamtschulen sind wichtig für die Gesellschaft, nur so kann eine voreilige und frühzeitige Auslese unserer Schülerinnen und Schüler vermieden werden“, erklärt der Land­rat. Die Anmeldungen an den Gesamtschulen geben ihm recht: Für das laufende Schuljahr wurden 400 Schülerinnen und Schüler angemeldet, aber nur 300 Plätze waren verfügbar.


„Dass künftig an allen Schulformen im Landkreis einschließlich der Gymnasien Sozialpäda­goginnen und Sozialpädagogen tätig sein werden, ist ein weiterer Schritt zum Bildungsland­kreis, einem unserer Oberziele“, zieht Röhmann Bilanz. Und weil der Zugang zu Bildungs­angeboten nicht am fehlenden Geld für die Schülerfahrkarte scheitern dürfe, habe der Kreistag in seiner Sitzung am 17. Dezember die kostenlose Schülerbeförderung auch für die Sekundarstufe II ab dem Sommer 2013 be­schlossen, so Röhmann. Ebenfalls bis zum neuen Schuljahr 2013 soll die Schulentwicklungsplanung des Landkreises überarbeitet vorliegen.


Ein weiterer wichtiger Schritt sei der kürzlich vom Kreistag einstimmig beschlossene Ausbau der Breitbandversorgung für schnelles Internet im gesamten Landkreis. „Mit seinem Be­schluss zur Konzessionsvergabe hat der Kreistag einen wichtigen Meilenstein gesetzt.


Dieser Erfolg war nur möglich, weil alle Kommunen im Landkreis Wolfenbüttel hinter dem Pro­jekt stehen und an einem Strang ziehen. Mit dem flächendeckenden Ausbau seiner Breitbandversorgung in eigener Regie übernimmt der Landkreis Wolfenbüttel eine Vorreiter­funktion. Es gibt zwar Landkreise, die Ähnliches für Teilbereiche in die Hand genommen ha­ben, in diesem Umfang ist das Projekt jedoch bun­desweit einmalig“, freut sich Jörg Röh­mann. Schnelles Internet sei ein wichtiger Zukunfts­faktor, um Bürgerinnen und Bürger sowie Firmen an den Landkreis zu binden. „Nur so kön­nen wir den Auswirkungen des demografi­schen Wandels positiv begegnen – das ist eines der vom Kreistag für 2013 beschlossenen Oberziele.“


Zukunftsweisend sei auch das Modellprojekt „Zukunftsregion Gesundheit“, mit dem der Land­kreis unter anderem eine bessere medizinische Versorgung in den ländlichen Gebieten an­strebt. „Dieses Projekt wird uns auch im nächsten Jahr noch fordern: So haben wir im Haus­halt 2013 die Mittel für eine rollende Arztpraxis eingeplant.“ Auch die Einrichtung einer Not­fallpraxis am Städtischen Klinikum als zentrale Anlaufstelle für den ärztlichen Notdienst sei eine Verbesserung für die Bürger.


Für ein weiteres wichtiges Projekt fiel noch kurz vor Weihnachten der Startschuss: Der Nie­dersächsische Landwirtschaftsminister Gert Lindemann übergab den Zuwendungsbescheid für das Projekt „Mobilität im ländlichen Raum“, an dem die Landkreise Wolfenbüttel und Helm­stedt beteiligt sind.


Auch im Bereich Klimaschutz und Windenergie werden in 2013 wichtige Weichen gestellt: So will der Landkreis mit der Fortsetzung seines Projektes „Cle[WF]er modernisieren“ bei Haus­besitzern für mehr Energieeffizienz werben. „Mit inzwischen zahlreichen Biogasanlagen im Kreisgebiet sind wir im Bereich der regenerativen Energie gut aufgestellt“, so Röhmann. „Neu ist der Bereich Elektromobilität: Dort will der Landkreis Schaufenster werden und unter anderem Ladestationen für Elektrofahrzeuge einrichten.“ Mit dem im Kreistag gefassten Be­schluss zu einer gemeinsamen Tourismusregion ein­schließlich der Nordharzgemeinden habe der Landkreis schließlich zum Ende des Jahres 2012 ein weiteres positives Signal ge­setzt, so der Landrat.


Natürlich bleibe auch das Thema Asse II weiterhin sehr wichtig: „Unser Ziel ist weiterhin die sichere Stilllegung. Die Rück­holung des atomaren Abfalls steht an oberster Stelle und muss weiter voran getrieben wer­den. Die im Bundestag eingebrachte Lex Asse ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin. Dieses Gesetz ist unter anderem auf Betreiben des Landkrei­ses entstanden und darüber hinaus ein klarer Erfolg engagierter Bürgerinnen und Bürger. Der Landkreis wird Anfang 2013 noch vor der Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag eine öffentliche Informationsveranstal­tung anbieten und den Bürgerinnen und Bür­gern so die Möglichkeit bieten, sich einzu­brin­gen.“


Abschließend würdigt Landrat Jörg Röhmann das Engagement zahlreicher Mitbürgerinnen und Mitbürger im Landkreis Wolfenbüttel: „Es macht mich stolz, mit Menschen zusammen zu arbeiten, die sich für ihre Stadt und ihren Landkreis einsetzen. Zu sehen, was wir gemein­sam, auch in den Gemeinderäten und im Kreistag erreichen können, das macht mich stolz! Es ist toll, mit solchen Menschen zusammen zu arbeiten!“



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