Wie geht es mit der Landesmusikakademie weiter?

Die Zukunft der Landesmusikakademie Niedersachsen in Wolfenbüttel war Thema eines Gesprächs zwischen Stadt und Land.

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Die Landesmusikakademie in Wolfenbüttel.
Die Landesmusikakademie in Wolfenbüttel. | Foto: Matthias Kettling

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Wolfenbüttel. Die Landesmusikakademie Niedersachsen in Wolfenbüttel soll langfristig gesichert werden. Nach einem Spitzengespräch zwischen dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der Stadt Wolfenbüttel steht nun ein weiterer Fahrplan fest. Konkrete Details der geplanten Vereinbarungen gibt es allerdings noch nicht.



Hintergrund der Gespräche sind seit längerer Zeit bestehende strukturelle Fragen rund um die Landesmusikakademie. Dabei geht es gar nicht um die inhaltliche Arbeit der Einrichtung, sondern vor allem um Zuständigkeiten, Finanzierung sowie gebäudewirtschaftliche Fragen. In der Vergangenheit war unter anderem unklar, wie Verantwortlichkeiten zwischen den beteiligten Partnern dauerhaft geregelt werden sollen. Wolfenbüttels Bürgermeister Ivica Lukanic hatte dazu bereits vor einigen Jahren klare Worte gefunden und sich an das Land Niedersachsen gewandt.

Weichen für die Zukunft gestellt


Bürgermeister Ivica Lukanic und Kulturminister Falko Mohrs beim Treffen in Wolfenbüttel.
Bürgermeister Ivica Lukanic und Kulturminister Falko Mohrs beim Treffen in Wolfenbüttel. Foto: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur.


Bei dem Treffen Mitte Juni mit Kulturminister Falko Mohrs und Bürgermeister Ivica Lukanic seien nun wichtige Weichen für die Zukunft der Einrichtung gestellt worden. Im Mittelpunkt standen vor allem diese strukturellen und gebäudewirtschaftlichen Fragen, hieß es in einer Pressemitteilung der Stadt in der vergangenen Woche.


Niedersachsens Kulturminister Falko Mohrs betont die Bedeutung der Einrichtung: 
„Die Landesmusikakademie Niedersachsen ist ein zentraler Ort für die musikalische Bildung und die Nachwuchsförderung in unserem Land. Deshalb ist es mir wichtig, dass wir die strukturellen Fragen, die diesen Standort seit längerer Zeit begleiten, jetzt verlässlich ordnen. Die konstruktive Verständigung mit der Stadt Wolfenbüttel ist dafür ein zentraler Baustein. Unser gemeinsames Anliegen ist, eine ausgewogene Lösung zu finden, die der Landesmusikakademie nachhaltig eine stabile Grundlage für die Zukunft gibt. Dazu gehören klare Regelungen bei Gebäuden, der Finanzierung und der Organisation. Wenn Land, Stadt und die weiteren Beteiligten hier gemeinsam Verantwortung übernehmen, stärken wir das Musikland Niedersachsen insgesamt.“


Bürgermeister Ivica Lukanic bewertet das Gespräch als starkes Signal für die Stadt und die gesamte niedersächsische Kulturlandschaft: „Die Landesmusikakademie gehört zu Wolfenbüttel und ist zugleich eine Institution von landesweiter Bedeutung. Wir haben am Montag einen entscheidenden Schritt gemacht, um langjährige strukturelle Fragen zu klären und die Akademie dauerhaft zu stabilisieren. Für die Stadt ist klar: Wir sichern damit nicht nur langfristig einen starken Kulturstandort, sondern auch einen wichtigen Begegnungs- und Entwicklungsort für junge Musikerinnen und Musiker, Ensembles, Vereine und die gesamte Laienmusik in Niedersachsen.“

Konkrete Inhalte werden noch ausgearbeitet


Während des Treffens in Wolfenbüttel habe man offene Punkte, die für die Weiterentwicklung der Landesmusikakademie von zentraler Bedeutung seien, klären können. Gemeinsames Ziel sei die Schaffung von Rahmenbedingungen, die der Einrichtung dauerhaft Finanzierungssicherheit, klare Zuständigkeiten und eine verlässliche Entwicklungsperspektive am Standort Wolfenbüttel garantieren. Konkret wurde man jedoch nicht.

Auf Nachfrage von regionalHeute.de zu den tatsächlichen Ergebnissen des Treffens teilte Stadtsprecher Thorsten Raedlein mit, dass sich Land und Stadt auf wesentliche Eckpunkte zur Zukunft der Landesmusikakademie verständigt hätten. Diese beträfen sowohl strukturelle Weichenstellungen als auch gebäudewirtschaftliche Themen.

Die konkreten Inhalte sollen derzeit in einer gemeinsamen Absichtserklärung, einem sogenannten „Letter of Intent“ (LOI), festgehalten werden. Solange die Abstimmungen noch laufen, hätten sich die Beteiligten jedoch auf Vertraulichkeit verständigt. Erst nach Abschluss und Unterzeichnung des Dokuments sollen die Einzelheiten öffentlich gemacht werden.

Beschlüsse sollen im Herbst folgen


Nach Abschluss der Gespräche soll die Vereinbarung in öffentliche Beschlussvorlagen überführt werden. Diese werden anschließend den zuständigen Gremien des Landes, des Landesmusikrats, der Landesmusikakademie sowie der Stadt Wolfenbüttel vorgelegt.

Der weitere politische Ablauf steht bereits fest. Im September 2026 sollen die Vorlagen zunächst in den kommunalen Ausschüssen beraten werden. Den Auftakt macht am 9. September der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen, gefolgt vom Kulturausschuss am 10. September. Danach beschäftigt sich der Verwaltungsausschuss am 14. September mit dem Thema. Die abschließende Entscheidung des Rates der Stadt Wolfenbüttel ist für den 30. September vorgesehen.

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