Über 100.000 Euro Schaden: Senioren im Visier von Telefonbetrügern

Die Polizei Wolfsburg ermittelt derzeit in zwei Fällen, bei denen Senioren in den vergangenen Tagen Opfer von sogenannten Schockanrufen wurden.

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Wolfsburg. Immer wieder kommt es zu Schockanrufen, bei denen unbekannte Täter den Betroffenen auf perfide Art und Wiese eine Notlage ihrer Angehörigen vorgaukeln, um so an ihr Erspartes zu gelangen. Insbesondere ältere Menschen stehen dabei im Fokus der Betrüger. Gleich zwei solcher Fälle beschäftigen derzeit die Polizei in Wolfsburg, wie diese in einer Pressemitteilung berichtet. Der entstandenen Schaden ist enorm.



Erst am vergangenen Montag erbeuteten unbekannte Telefonbetrüger von einem 85-jährigen Wolfsburger einen Geldbetrag in Höhe von knapp 12.000 Euro sowie weitere Wertgegenstände. Es entstand ein Schaden in Höhe von gut 50.000 Euro. Die Täter hatten sich dabei in einem Telefonat als Sohn des Mannes ausgegeben und behauptet, dringend Geld für die Behandlung einer schweren Krankheit zu benötigen. Der 84-Jährige übergab das Bargeld und die Wertgegenstände wenig später an eine unbekannte Frau, die diese entgegennahm und sich daraufhin entfernte. Erst nach der Beendigung der Übergabe wurde das Telefonat beendet. Kurze Zeit später vertraute sich der Senior seinen Angehörigen an, wodurch der Betrug aufgedeckt wurde.

60.000 Euro von Rentnerin erbeutet


Ein weiterer Fall ereignete sich am gestrigen Dienstag. Hier gaben sich die Tatverdächtigen als Ärzte aus und teilten der Seniorin mit, dass ihre Tochter dringend teure Medikamente für die Heilung einer schweren Erkrankung benötige. Während des Telefonats übten die Unbekannten massiven emotionalen und zeitlichen Druck auf die ältere Dame aus, sodass diese rasch ihre im Haus befindlichen Vermögensgegenstände zusammensuchte und an eine unbekannte männliche Person übergab, die wenig später an ihrer Haustür auftauchte. Auch hier stellte sich nach kurzer Zeit nach einem Gespräch im Familienkreis heraus, dass es sich um einen Betrug handelte.

Tipps der Polizei


Die Polizei warnt daher erneut eindringlich vor Schockanrufen. Bei den Anrufen geben sich die Täter unter anderem als Arzt, Bankmitarbeiter
oder auch Polizeibeamter aus und setzen die Opfer mit dramatischen Geschichten unter emotionalen und zeitlichen Druck. Oft werden die Betroffenen bis zur Geldübergabe in der Leitung gehalten. Damit wollen die Täter verhindern, dass die Betroffenen mit anderen über die Situation sprechen. Zusätzlich soll die Schocksituation aufrechterhalten werden.

Die Polizei rät, beim Verdacht auf einen Schockanruf sofort aufzulegen. Zudem sollte umgehend der vermeintliche Anrufer oder eine Person des Vertrauens über eine bereits bekannte Nummer kontaktiert werden. Informationen über die persönlichen Vermögensverhältnisse sollten niemals preisgegeben werden. Zudem sollten Betroffene auf keinen Fall Wertgegenstände an Unbekannte übergeben. Falls Betroffenen ein Anruf verdächtig vorkommt, sollten sie unbedingt die Polizei unter der 110 informieren – das gilt auch im Fall eines bereits erfolgten Betrugs.

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