Ein Zeichen für den Frieden setzen: Morgen ist Flaggentag

Mehr als 600 Städte setzen am morgigen Mittwoch ein Zeichen gegen Krieg. Auch Braunschweig ist dabei.

Die Mayors for Peace-Flagge. (Archiv)
Die Mayors for Peace-Flagge. (Archiv) | Foto: regionalHeute.de

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Braunschweig. In Deutschland setzen auch in diesem Jahr am morgigen 8. Juli vor den Rathäusern mehr als 600 Städte mit dem Hissen der Flagge der Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) ein klares Bekenntnis zu nuklearer Abrüstung, gegen Kriege und für ein friedliches Zusammenleben der Menschen weltweit. Auch die Stadt Braunschweig ist Teil der Aktion.



Vor genau 30 Jahren, am 8. Juli 1996, stellte der Internationale Gerichtshof in Den Haag in einem Rechtsgutachten fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem bekräftigte er die völkerrechtliche Pflicht, "in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen."

Versammlung am Rathaus


In Braunschweig weht die Flagge der "Mayors for Peace" dauerhaft seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022. Bürgermeisterin Annegret Ihbe kommt mit Vertreterinnen und Vertretern des Friedenszentrums Braunschweig am morgigen Mittwoch, 8. Juli, um 16 Uhr, vor dem Rathaus auf dem Platz der Deutschen Einheit am Flaggenmast zusammen, um die Bedeutung des Flaggentages deutlich zu machen. Dabei wird die Flagge der Mayors for Peace kurz eingeholt und wieder gehisst.

Hintergrund


Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. 8.579 Städte in 166 Ländern gehören dem Netzwerk an, darunter 931 Städte in Deutschland.