Braunschweig. Das "Starkregenvorsorgekonzept Hochwasserpartnerschaft Schunter-Wabe" soll allen Gemeinden im Bereich Schunter/Wabe helfen, gefährdete Bereiche zu orten und so Schäden bei Starkregen zu minimieren. Die NBank – die Förderbank des Landes Niedersachsen – fördert das "Starkregenvorsorgekonzept Hochwasserpartnerschaft Schunter-Wabe" zu 80 Prozent als nicht rückzahlbaren Zuschuss und bis zu einer Höhe von 240.000 Euro. Dies teilten Ralf Johannes, der Geschäftsführer des Wasserverbandes Weddel-Lehre, und Thomas Gekeler, Leiter des Fachbereichs Umwelt der Stadt Braunschweig, jetzt mit, wie die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung verkündet
Die voraussichtlichen Gesamtkosten für das Konzept werden demnach bei 300.000 Euro liegen. Der Eigenanteil der Hochwasserpartner beträgt somit insgesamt 60.000 Euro. Etwa die Hälfte der Aufwendungen wird auf das Stadtgebiet von Braunschweig entfallen.
Schäden bei Hochwasser sind zu erwarten
"Durch den Klimawandel nehmen die Risiken von Starkregen zu und dieser kann dann im bewegten Gelände rund um den Elm zu wahren Sturzbächen führen", sagt Ralf Johannes. Thomas Gekeler ergänzt, dass Schäden aufgrund der dichten Bebauung auch im Stadtgebiet zu erwarten sind: "Am 22. Juni 2023 haben wir gesehen, was ein lokaler Starkregen anrichten kann."
Methodische Grundlage für das Starkregenvorsorgekonzept ist der "Leitfaden Kommunale Starkregenvorsorge in Niedersachsen", der ein landesweit einheitliches Verfahren zur Gefährdungsanalyse und Risikobewertung etabliert hat. Im Rahmen des Vorsorgekonzeptes sollen mindestens 10 vorrangige Risikobereiche im Stadtgebiet von Braunschweig identifiziert werden. Für diese Bereiche sollen mögliche Maßnahmen konzipiert, auf Wirtschaftlichkeit untersucht und priorisiert werden. Zielansatz ist dabei eine präventive Wirkung, um mögliche Schäden an Infrastruktur und Eigentum zu verringern.
Das Starkregenvorsorgekonzept wird bis spätestens zum 30. Juni 2028 erstellt, dann endet der Bewilligungszeitraum. Der Wasserverband Weddel-Lehre startet jetzt unmittelbar mit der Arbeit, indem die Ingenieurleistungen ausgeschrieben werden.

