Sie sind hier: Region >

Christoph 30: Mehr als 1.300 Mal hob der Gelbe Engel aus Wolfenbüttel ab



Christoph 30: Mehr als 1.300 Mal hob der Gelbe Engel ab

Der Rettungshubschrauber Christoph 30 hebt ab, wenn Eile geboten ist. So flog der Gelbe Engel der ADAC Luftrettung über 1.300 Mal ab und Menschenleben zu retten.

von Anke Donner


Der Rettungshubschrauber Christoph 30 ist in Wolfenbüttel stationiert.
Der Rettungshubschrauber Christoph 30 ist in Wolfenbüttel stationiert. Foto: Sandra Zecchino

Region. Ob Verkehrsunfall, Herzversagen oder Corona-Notfallpatienten – wenn es um jede Minute geht, machen sie den Unterschied: Die Gelben Retter aus der Luft sorgen dafür, dass Patienten auf dem schnellsten Wege versorgt werden. Auch und besonders im Corona-Jahr 2020 war wieder Verlass auf sie. In Niedersachsen flogen die Hubschrauber der gemeinnützigen ADAC Luftrettung zu insgesamt 5.169 Einsätzen (2019: 5.606). Der in Wolfenbüttel stationierte Rettungshubschrauber Christoph 30 hob 1.375 Mal ab.



Wie der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt mitteilte, wurden die Luftretter bundesweit 51.749 Mal gerufen (2019: 53.967). Einsatzgrund Nummer 1 seien bei den oft lebensrettenden Einsätzen mit 31 Prozent Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. Dahinter folgen mit 30 Prozent Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen. In 15 Prozent der Fälle diagnostizierten die Lebensretter aus der Luft neurologische Notfälle, wie zum Beispiel einen Schlaganfall. Bei acht Prozent war ein Notfall des Atmungssystems wie akute Atemnot oder Asthma die Ursache. Auch aufgrund der Pandemie gab es im letzten Jahr auch viele Einsätze für die Luftretter des ADAC. Insgesamt rückten die Crews der 37 Stationen zu rund 800 Corona-Einsätzen aus, darunter rund 100 Spezial-Verlegungstransporte von schwer an Covid-19 Erkrankten.

Schnell vor Ort


Immer dann, wenn es um die ganz schnelle notärztliche Versorgung von Verunglückten oder Erkrankten geht, haben die Rettungshubschrauber große Vorteile gegenüber dem bodengebundenen Rettungsdienst. In zirka zwei Minuten sind die Maschinen startklar, um den Notarzt und Notfallsanitäter zum Patienten zu bringen. Ihr Einsatzradius beträgt in der Regel 50 bis 70 Kilometer. Die Alarmierung erfolgt über die nächstgelegene Rettungsleitstelle.



Seit 1983 steht Christoph 30 im Dienst der Region und fliegt in einem Radius von etwa 70 Kilometern Notfalleinsätze an. Seit der Übernahme der Stadtion durch die ADAC Luftrettung die Rettungshubschrauberstation am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel war Christoph 30 mehr als 42.000 Mal im Einsatz. 2020 flog die Crew des Gelben Engels zu 1.375 Einsätzen. Davon waren 38 Prozent Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems, bei 28 Prozent handelte es sich um Einsätze zu Unfällen und in 12 Prozent der Fälle waren es Neurologische Notfälle.




zum Newsfeed