Bäume stürzten auf Straßen, Häuser und Stromleitungen: "Sabine" sorgte für 27 Einsätze im Landkreis

Die Feuerwehr spricht von einem glimpflichen Verlauf. Man hatte sich frühzeitig auf die Situation vorbereitet.

In Abbesbüttel musste ein Baum von einer Straße entfernt werden.
In Abbesbüttel musste ein Baum von einer Straße entfernt werden. | Foto: Ortsbrandmeister Rouven Langanke, Freiwillige Feuerwehr Abbesbüttel

Landkreis. Die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Gifhorn ziehen eine erste Bilanz zum Orkantief „Sabine“. Demnach habe man bis Montagmorgen 27 Einsätze fahren müssen. Man geht davon aus, das Gröbste überstanden zu haben.


Bereits seit Freitag habe man die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes und amtliche Unwetterwarnungen vor dem herannahenden Sturmtief „Sabine“ verfolgt und sich entsprechend vorbereitet. Auf Grund der Warnungen wurden durch den Landkreis Gifhorn am Sonntag Vorbereitungen getroffen, um auf ein mögliches hohes Einsatzaufkommen reagieren zu können. Konkret wurde die Einsatzleitstelle ab 16 Uhr um zwei Mitarbeiter aufgestockt, die die Wetterlage sowie das Einsatzgeschehen beobachtet und bewertet haben.

Um 16:30 Uhr fand eine Lagebesprechung in der Feuerwehrtechnischen Zentrale statt. „Uns ging es zunächst darum, gemeinsam ein umfassendes Bild über die Lage zu erhalten und dann die notwendigen Maßnahmen abzustimmen. Zusätzlich zu den Wettermeldungen und unseren Lageberichten haben wir Kontakt zu den Nachbarlandkreisen aufgenommen, um zu uns über die dortigen Einsatzlagen zu informieren“, erläutert Kreisbrandmeister Thomas Krok.

In Gifhorn fiel ein Baum auf ein Wohnhaus.
In Gifhorn fiel ein Baum auf ein Wohnhaus. Foto: Horst-Dieter Scholz/www.feuerwehr-journal.net


Krok berichtet: „In unserer Lagebesprechung haben wir festgestellt, dass die eingeleiteten Maßnahmen für die Wetterlage angemessen waren. Um schnell auf etwaige Veränderungen reagieren zu können, habe ich besondere Rufbereitschaft mit Kreisfeuerwehrführung, IuK-Zug und Feuerwehr Pressestelle verabredet.“ So sollten im Falle einer weiteren Verschlechterung der Wetterlage, umgehend weitere Maßnahmen eingeleitet werden können.


Im Laufe des Abends und der Nacht kam es zu witterungsbedingten Einsätze, die mit den getroffenen Vorkehrungen abgearbeitet werden konnten. Die Entwicklung des Wettergeschehens ließ es zu, dass die vorbereiteten Maßnahmen nach und nach zurückgefahren werden konnten. Ab 23:30 Uhr arbeitete auch die Einsatzleitstelle wieder mit der normalen Besetzung.

Stadt Gifhorn siebenmal betroffen, Boldecker Land gar nicht


Die Einsatzleitstelle des Landkreises Gifhorn hat bis zum Montag, 7:30 Uhr 27 witterungsbedingte Einsätze verzeichnet, die sich wie folgt aufteilen:

• Stadt Gifhorn: 7 Einsätze
• SG Wesendorf: 2 Einsätze
• Gem. Sassenburg: 1 Einsatz
• SG Boldecker Land: 0 Einsätze
• Stadt Wittingen: 1 Einsatz
• SG Hankensbüttel: 4 Einsätze
• SG Brome: 4 Einsätze
• SG Papenteich: 3 Einsätze
• SG Meinersen: 2 Einsätze
• SG Isenbüttel: 3 Einsätze

Bei den Einsätzen handelte es sich fast ausschließlich um umgestürzte Bäume.

Besonderheiten:


• Rühen: eine Scheune droht einzustürzen
• Gifhorn: Baum auf Wohnhaus
• Flettmar: Baum fällt in Stromleitung
• Winkel und Flettmar: Stromausfall
• Steinhorst: Straße durch Starkregen unter Wasser

Am heutigen Montag kam es bis zum Mittag noch zu weiteren witterungsbedingten Einsätzen für die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis. Kurzzeitig mussten unter anderem die Bundesstraßen 4 und 244 gesperrt werden, weil Bäume auf die Fahrbahn gestürzt waren.

„Wir hoffen, dass die schlimmsten Auswirkungen von Orkantief „Sabine“ überstanden sind. Ich bin froh, dass die Schadensereignisse insgesamt glimpflich verlaufen sind. Alle Einsatzkräfte haben einen tollen Job gemacht“, zieht Krok Bilanz.


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