Brome. In der Magdeburger Straße im Ort Rühen kam es am gestrigen Dienstagnachmittag zu einem ausgedehnten Garagenbrand. Über den Einsatz berichtet die Kreisfeuerwehr Gifhorn in einer Pressemitteilung.
Gegen 16:30 Uhr bemerkten die Anwohner Flammen in ihrer Garage, verließen daraufhin das angrenzende Wohnhaus und setzten einen Notruf ab. Die bei der Alarmierung zunächst vermutete Gefahr für Menschenleben bestätigte sich damit nicht.
Deutliche Rauchentwicklung sichtbar
Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung sichtbar. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle bestätigte sich dann die Einsatzmeldung: Aus der Garage schlugen den Feuerwehrkräften bereits Flammen entgegen. Umgehend wurde ein massiver Löschangriff von außen eingeleitet. Aufgrund der starken Rauchentwicklung erfolgte dieser überwiegend unter Atemschutz. Parallel bauten die Einsatzkräfte eine Riegelstellung zum angrenzenden Wohnhaus auf, um dieses vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. „Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr war entscheidend, um eine Brandausbreitung auf das Wohnhaus zu verhindern“, erläutert Einsatzleiter Phil Mertens, stellvertretender Ortsbrandmeister der Feuerwehr Rühen.
Gegen 17 Uhr konnte das Feuer in der Garage unter Kontrolle gebracht werden. Anschließend schlossen sich umfangreiche Nachlöscharbeiten an. Hierzu wurden die in der Garage gelagerten Gegenstände nach draußen verbracht, um auch darunterliegende Glutnester gezielt ablöschen zu können. Ein Fahrzeug befand sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht in der Garage. Gegen 18 Uhr konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden.
Spitzboden betroffen
Bei einer anschließenden Kontrolle der Garage stellten die Einsatzkräfte fest, dass auch der über der Garage liegende, ausgebaute Spitzboden vom Feuer in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Aufgrund festgestellter Risse in der Außenwand wurde ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks (THW) hinzugezogen. Dieser riet den Einsatzkräften und den Bewohnern aus Sicherheitsgründen, die Garage nicht mehr zu betreten. Das angrenzende Wohnhaus wurde durch die Feuerwehr belüftet und konnte anschließend von den Bewohnern wieder betreten werden.
60 Einsatzkräfte vor Ort
Der Einsatz der rund 60 Einsatzkräfte aus den Ortsfeuerwehren Brechtorf, Brome, Croya, Eischott, Kaiserwinkel, Parsau / Ahnebeck, Rühen, Tülau-Fahrenhorst, Voitze und Ehra-Lessien konnte gegen 19:15 Uhr beendet werden.
Aufgrund des insbesondere im Bereich des Atemschutzes sehr materialintensiven Einsatzes, wurden durch den Bereitschaftsdienst der feuerwehrtechnischen Zentrale verbrauchte Atemschutzgeräte sowie benutztes Schlauchmaterial noch an der Einsatzstelle ausgetauscht. Die eingesetzten Atemschutzgeräteträger wurden vor Ort zudem fachgerecht entkleidet, um eine Kontamination mit den an der Einsatzkleidung haftenden Spuren des gesundheitsschädlichen Brandrauchs zu vermeiden.
Die Polizei ermittelt
Rettungsdienstkräfte aus Brome und Wolfsburg sicherten den Einsatz medizinisch ab. Es wurde niemand verletzt. Die Polizei war mit einer Streifenwagenbesatzung vor Ort und nahm erste Ermittlungen zur Brandursache sowie zur Schadenshöhe auf.

