Waldbrand: Feuerwehr probt für den Ernstfall

Mit den steigenden Temperaturen erhöht sich auch das Risiko für Waldbrände. Die Feuerwehr der Samtgemeinde Meinersen hat nun eine Übung für ein solches Szenario abgehalten.

Die Feuerwehrkräfte bauten über 1000 Meter eine Leitung zur Wasserversorgung an die Einsatzstelle auf.
Die Feuerwehrkräfte bauten über 1000 Meter eine Leitung zur Wasserversorgung an die Einsatzstelle auf. | Foto: Freiwillige Feuerwehr Leiferde, Sebastian Lehmann

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Leiferde. Ein angenommener Waldbrand westlich von Leiferde rief am vergangenen Sonntag Feuerwehrkräfte der Samtgemeinde Meinersen sowie zwei im Landkreis Gifhorn stationierte Fahrzeuge aus einem speziellen Waldbrandzug des Landes Niedersachsen auf den Plan. Über 50 Einsatzkräfte probten den Ernstfall, wie die Feuerwehr der Samtgemeinde Meinersen in einer Pressemitteilung berichtet.



Verantwortlich für die Übung zeichnete Sebastian Lehmann von der Leiferder Wehr. „Das angenommene Szenario besagt, dass Passanten ein Flächenbrand am Harmbütteler Weg in der Feldmark westlich von Leiferde entdeckt hatten und die Feuerwehr informierten“, so Lehmann. Im ersten Schritt rückten die Feuerwehren Leiferde, Hillerse und Dalldorf aus. „Der Einsatzleiter Felix Brennecke ließ dann aufgrund der vorgefundenen Lage die wasserführenden Fahrzeuge aus Meinersen und Müden-Dieckhorst nachalarmieren.“

Im ersten Schritt ging es darum, ein Übergreifen der angenommenen Flammen auf ein angrenzendes Waldstück durch eine Riegelstellung zu verhindern. Um genügend Löschwasser an der Einsatzstelle zu haben, wurde dieses zunächst im Pendelverkehr von mehreren Tanklöschfahrzeugen gebracht. Parallel dazu bauten die Feuerwehrkräfte über 1000 Meter eine Leitung zur Wasserversorgung an die Einsatzstelle auf.

Mit der Übung bereiteten sich die Einsatzkräfte auf den Ernstfall vor.
Mit der Übung bereiteten sich die Einsatzkräfte auf den Ernstfall vor. Foto: Freiwillige Feuerwehr Leiferde, Sebastian Lehmann



Spezielle Fahrzeuge im Einsatz


Außerdem kamen auch die beiden im Landkreis Gifhorn stationierten Waldbrandtanklöschfahrzeuge der GFFF-V Einheit des Landes Niedersachsen zum Einsatz. GFFF-V steht für Ground Forest Firefighting using Vehicles und bezeichnet Fahrzeuge, die speziell für die Vegetationsbrandbekämpfung hergestellt wurden. Der Landkreis Gifhorn stellt gemeinsam mit dem Landkreis Uelzen eine solche Einheit, die aus vier der speziellen Tanklöschfahrzeuge, einem Führungsfahrzeug und einem Logistikfahrzeug besteht. Die Einheiten werden bei schweren Waldbränden europaweit eingesetzt.

Wichtige Übung


Bei der Waldbrandübung waren die Fahrzeuge der Feuerwehren Meine und Tülau-Fahrenhorst im Einsatz. Die Einsatzleitung richtete die drei Einsatzabschnitte Brandbekämpfung I und II sowie Wasserversorgung ein. Die beiden Fahrzeuge aus Meine und Tülau-Fahrenhorst bildeten gemeinsam mit der Feuerwehr Dalldorf einen Einsatzabschnitt. „Wir haben viel Waldflächen in unserer Region, deshalb ist es wichtig, dass wir uns durch solche Übungen auf den schlimmsten Fall vorbereiten“, so Einsatzleiter Felix Brennecke bei der Abschlussbesprechung.