Seesen. Sechs Einsätze innerhalb von zwei Tagen forderten am Wochenende die Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr Seesen. Von der Brandbekämpfung über die technische Hilfeleistung nach einem schweren Verkehrsunfall bis hin zur Unterstützung des Rettungsdienstes war das gesamte Einsatzspektrum der Feuerwehr gefragt. Das berichtet die Freiwillige Feuerwehr Seesen in einer Pressemitteilung.
Bereits 13 Minuten nach Beginn des Samstags wurden die Einsatzkräfte zu einem unklaren Feuerschein im Bereich Heuberg alarmiert. Vor Ort brannten rund 100 Quadratmeter Grasland. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte das Feuer bereits nach etwa 30 Minuten unter Kontrolle gebracht und anschließend vollständig abgelöscht werden. Die Ortsfeuerwehr Rhüden war mit 21 Kameradinnen und Kameraden sowie vier Fahrzeugen rund 1,5 Stunden im Einsatz.
Schwerer Unfall auf der Bundesstraße
Nur wenige Stunden später folgte die Alarmierung zu einem schweren Verkehrsunfall auf der B82 in Höhe der Ortschaft Ödishausen. Aus bislang ungeklärter Ursache waren zwei Autos kollidiert. Eines der Fahrzeuge, das mit vier Personen besetzt war, wurde auf einen Feldweg neben der Bundesstraße geschleudert. Zwei verletzte Personen mussten aufgrund ihres Verletzungsmusters patientenorientiert aus dem Fahrzeug gerettet werden.
Gemeinsam entfernten die Ortsfeuerwehren Seesen und Rhüden mit hydraulischem Rettungsgerät die Türen sowie das Dach des Fahrzeugs, um eine möglichst schonende Rettung zu ermöglichen. Die Ortsfeuerwehr Hahausen wurde aufgrund der örtlichen Zuständigkeit nachalarmiert und stand an der Einsatzstelle in Bereitstellung. Nach der medizinischen Erstversorgung wurden die Verletzten mit dem Rettungshubschrauber Christoph 30 sowie einem Rettungswagen in umliegende Kliniken transportiert.
Einsatz der Drehleiter
Am Samstagmittag wurden die Ortsfeuerwehren Seesen und Rhüden zu einer technischen Unterstützung mit der Drehleiter in die Seesener Innenstadt alarmiert. Während der Rettungsdienst einen Patienten medizinisch versorgte und stabilisierte, stand die Drehleiter für eine schonende Rettung aus dem Gebäude in Bereitstellung. Nach erfolgreicher Stabilisierung wurde der Patient mithilfe der Drehleiter sicher zu Boden gebracht und anschließend zur weiteren Versorgung an den Rettungsdienst übergeben.

Die Drehleiter brachte den Patienten schonend aus dem Haus. Foto: Einsatzdokumentation Stadtfeuerwehr Seesen
Die Ortsfeuerwehr Rhüden wurde an diesem Wochenende aufgrund einer gemeinsam mit der Firma Magirus durchgeführten Drehleiterschulung bei ausgewählten Einsatzstichworten zusätzlich alarmiert und begleitete den Einsatz.
Einsatz auf A7 abgebrochen
Um 15:13 Uhr folgte die nächste Alarmierung. Gemeldet wurde ein brennender Kleintransporter auf der A7. Noch während der Anfahrt stellte sich jedoch heraus, dass es sich lediglich um einen technischen Defekt handelte. Der Einsatz konnte daraufhin abgebrochen werden.

Mit einem Böschungsbrand fing das einsatzreiche Wochenende an. Foto: Einsatzdokumentation Stadtfeuerwehr Seesen
Auch der Sonntag begann mit einem Einsatz. Gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Seesen und dem Rettungsdienst wurde die Ortsfeuerwehr Rhüden zu einer Notfalltüröffnung alarmiert. Über ein Fenster verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang zur Wohnung und ermöglichten anschließend dem Rettungsdienst sowie der Polizei den Zutritt. Die Ortsfeuerwehr Seesen verblieb während des Einsatzes in Bereitstellung.
Erneut Drehleiter im Einsatz
Am Sonntagabend wurde der Rettungsdienst erneut bei einem medizinischen Notfall durch die Drehleiter der Ortsfeuerwehr Seesen unterstützt. Während der Patient medizinisch versorgt und stabilisiert wurde, stand die Drehleiter in Bereitstellung. Nach der Stabilisierung konnte der Patient schonend zu Boden gebracht und an den Rettungsdienst übergeben werden. Nach rund einer Stunde war auch dieser Einsatz beendet.
"Die vergangenen zwei Tage zeigen einmal mehr die große Bandbreite der Aufgaben der Feuerwehr – von der Brandbekämpfung über die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen bis hin zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Dank der guten Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen konnten sämtliche Einsätze schnell, professionell und erfolgreich abgearbeitet werden", so das Fazit von Julian Lunkewitz, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Seesen.


