Flexo-Bus – Hier hängt das Angebot weiter in der Schwebe

Die Finanzierung für das Pilotprojekt mit den flexiblen Bussen läuft aus. Eine Lösung oder Alternative ist in der Stadt Seesen noch nicht in Sicht.

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Die Zukunft des Flexo-Busses in Seesen hängt noch in der Schwebe.
Die Zukunft des Flexo-Busses in Seesen hängt noch in der Schwebe. | Foto: Rudolf Karliczek

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Seesen. Das Flexo-Angebot steht in Seesen vor einer ungewissen Zukunft. Wie regionalHeute.de berichtete, läuft die Finanzierung für das flexible Busangebot des Regionalverbands zum Ende des Jahres in verschiedenen Gemeinden der Region zwischen Harz und Heide aus – eben auch in der Stadt Seesen. In der Verwaltung vor Ort fühlt man sich offenbar nicht zuständig. Mit einer Petition wollen Bürger das Angebot retten.



Ende April wurde eine Online-Petition gestartet, die das Flexo-Angebot in Seesen retten soll. Jetzt – Anfang Juni – haben etwas mehr als 704 Bürger virtuell unterschrieben. In einem Erklärstück schreibt der Petitions-Ersteller: "Der fleXo-Bus in Seesen hat sich als essenzieller Bestandteil der täglichen Mobilität in unserer Stadt etabliert. Insbesondere in ländlichen Gebieten, wo der traditionelle öffentliche Personennahverkehr oft nur eingeschränkt verfügbar ist, schließt er entscheidende Lücken und ermöglicht es den Menschen, ihre alltäglichen Verpflichtungen zu erfüllen."

Kommunen müssen die Beschlüsse fassen


Der Regionalverband Großraum Braunschweig hatte das Flexo-Angebot – flexibel buchbare Kleinbus-Linien im ländlichen Raum– mithilfe von Fördermitteln als Pilotprojekt gestartet und finanziert. Diese Finanzierung läuft Ende 2026 aus. "Eine Entscheidung zur Weiterfinanzierung im Jahr 2027 obliegt den politischen Entscheidungsträgern der Kommunen, die dafür in diesem Jahr ihre Beschlüsse fassen müssen", teilt der Regionalverband auf Nachfrage von regionalHeute.de mit.

Stadt Seesen verweist auf den Regionalverband


Auch der Ersteller der Petition fordert daher die Stadt Seesen und den Verband "nachdrücklich auf, den fleXo-Verkehr nicht nur fortzuführen, sondern auch finanziell abzusichern und in die zukünftige Verkehrsplanung zu integrieren." In der Verwaltung vor Ort will sich zum Thema bislang niemand so recht äußern: Sowohl im Goslarer Kreishaus als auch im Seesener Rathaus bleiben Anfragen von regionalHeute.de dazu unbeantwortet. Sprecher beider Verwaltungseinheiten verweisen auf den Regionalverband. Dort sollen die Lösungen für den Flexo oder Alternativen dazu entstehen.

Auch für die Stadt Seesen heißt es vonseiten des Regionalverbands auf Nachfrage unserer Redaktion: Der Verband stehe bei Überplanungen und Neuausschreibungen von Netzen in intensivem Austausch mit den Landkreisen und betroffenen Kommunen, "um flexo-Verkehre im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Landkreise bzw. der Kommunen, dort wo flexo das effizienteste Angebot ist, weiterzuführen und in langfristige Verkehrsverträge zu überführen." Unabhängig davon prüfe der Regionalverband fortlaufend, inwieweit Fördermittel für Gebiete genutzt werden können. Für den Fortbestand des Flexo-Angebots in Seesen über den Jahreswechsel hinaus bedeutet das wohl: Er hängt vorerst weiter in der Schwebe.