Millionenprojekt Bramkebrücke: Weiterer Meilenstein erreicht

Über den Okerstausee soll eine neue Brücke gebaut werden. Doch zuvor muss die alte weichen.

Besuch der Baustelle am Okerstausee (von links): Bürgermeisterin Petra Emmerich-Kopatsch, NLStBV-Präsident Timo Quander, Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne, Goslars Landrat Dr. Alexander Saipa und Günter Hartkens, Leiter des rGB Goslar.
Besuch der Baustelle am Okerstausee (von links): Bürgermeisterin Petra Emmerich-Kopatsch, NLStBV-Präsident Timo Quander, Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne, Goslars Landrat Dr. Alexander Saipa und Günter Hartkens, Leiter des rGB Goslar. | Foto: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr

Goslar. Das Millionenprojekt „Neubau der Bramkebrücke“ am Okerstausee erreicht einen weiteren wichtigen Meilenstein: Die zweite Brückenhälfte der alten Bücke wird nun ausgehoben, wie die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Goslar, in einer Pressemitteilung berichtet. Zuvor hatte ein 140 Meter hoher Spezialkran erfolgreich die Uferseite gewechselt.



Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne hat am 16. April 2026 die Baustelle im Oberharz besucht. Vor Ort verschaffte er sich einen Überblick über den Baufortschritt und informierte sich über die technische Leistung aller Beteiligten. Das Projekt wird von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) umgesetzt und hat ein Volumen von rund 19 Millionen Euro. Der Rückbau der Bestandsbrücke ist nötig, um anschließend die neue Brücke über den Okerstausee errichten zu können.

Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne: „Ich bin beeindruckt. Dieses Projekt zeigt, wie leistungsfähig unsere Infrastrukturplanung und Baukompetenz in Niedersachsen ist. Der Rückbau der alten Brücke unter diesen anspruchsvollen Bedingungen ist eine besondere Herausforderung, die hier mit großer Präzision und Engagement umgesetzt wird.“

NLStBV-Präsident Timo Quander machte deutlich, dass die Projektbeteiligten alles daransetzen, diese Brücke möglichst schnell neu zu bauen. „Vor allem mit Blick auf die Erreichbarkeit des Ortes Schulenberg ist es hier unsere vordringlichste Aufgabe, diese Lücke im Netz wieder zu schließen. Dass es den Beteiligten gelungen ist, die Bauzeit mit innovativen Prozessen um ein Jahr zu beschleunigen, ist ein großer Gewinn und ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, sagte Quander.

Zahlreiche Schaulustige vor Ort


Günter Hartkens, Leiter des NLStBV-Geschäftsbereichs Goslar, erläuterte den aktuellen Stand des Projektes: „Der erfolgreiche Wechsel des Krans auf die gegenüberliegende Uferseite markiert einen entscheidenden Schritt im Bauablauf. Die sichtbaren Fortschritte unterstreichen die Leistungsfähigkeit der Baufirmen“, sagte Hartkens. Der Einsatz des 140 Meter hohen Krans stelle eine besondere ingenieurtechnische Herausforderung dar und ermögliche einen präzisen und sicheren Rückbau der massiven Brückenelemente – insbesondere über dem sensiblen Bereich des Okerstausees.

Der Beginn des Aushubs der zweiten Brückenhälfte interessierte viele Menschen aus der Region. Bürgerinnen und Bürger aus Schulenberg, Goslars Landrat Dr. Alexander Saipa sowie die Bürgermeisterin von Clausthal-Zellerfeld, Petra Emmerich-Kopatsch, waren ebenso vor Ort wie Projektpartner, Vertreterinnen und Vertreter der Harzwasserwerke sowie des verantwortlichen Geschäftsbereichs Goslar der NLStBV.