Nationalpark-Aktion zum World Cleanup Day


Im Harz wird bald wieder Müll aufgesammelt. Foto: Mandy Gebara
Im Harz wird bald wieder Müll aufgesammelt. Foto: Mandy Gebara | Foto: Mandy Gebara

Goslar. Am kommenden Samstag ist wieder World Cleanup Day. Seit 11 Jahren treffen sich engagierte Menschen am 3. Samstag im September, um ein Statement gegen den stetig wachsenden Müll in unserer Umwelt zu setzen. Der Welt-Aufräumtag hat sich mittlerweile weltweit etabliert, seit 2018 gibt auch in Deutschland eine wachsende Zahl an Mitmach-Aktionen. Dies teilt der Nationalpark Harz mit.


Pünktlich zum diesjährigen World Cleanup Day weitet der Nationalpark Harz seine erfolgreiche Müllsammelaktion #NoTrash nach dem erfolgreichen Start im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus nun auch auf das Natur-Erlebniszentrum HohneHof aus. Startschuss für die Aktion ist der 21. September, 10 Uhr.

Kompostierbare Mülltüten gegen Pfand


Dann können engagierte Naturfreunde auch im HohneHof kompostierbare Bio-Mülltüten und Müllgreifer gegen ein geringes Pfand ausleihen. Wer die gefüllte Mülltüte nach der Wanderung wieder im Natur-Erlebniszentrum abgibt, erhält ein kleines Dankeschön und einen der beliebten Sonderstempel der Harzer Wandernadel mit dem Aktions-Hashtag #NoTrash. Die Aktion ist nicht nur auf den 21.9. beschränkt, sondern läuft danach weiter.

"Wir haben in den letzten Monaten mit dieser Aktion im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus bereits gute Erfahrungen gemacht und viele Anfragen nach weiteren Mitmach-Angeboten erhalten, deshalb weiten wir die Anti-Müll-Kampagne jetzt auch auf den HohneHof aus," freut sich Claudia Mothes, die im Nationalpark für die Besucherlenkung verantwortlich ist und auch die Aktion federführend begleitet. "Die Idee dazu wurde im letzten Jahr von unseren Freiwilligen und Praktikanten im Rahmen einer Projektwoche entwickelt. Es ist toll, dass es heute so eine positive Resonanz darauf gibt."

Anti-Müll-Bewusstsein soll geschärft werden


Ziel des Nationalparks ist es dabei nicht nur, den Wald vom vielen Müll zu befreien. Es soll auch das Bewusstsein dafür gestärkt werden, dass Müll in der Natur nichts zu suchen hat. Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, die Hinterlassenschaften anderer aufzusammeln, wird kaum seinen eigenen Abfall achtlos in die Landschaft werfen, sondern ordentlich zu Hause entsorgen.

Zu Hause deshalb, weil in der Nationalpark-Fläche keine Mülleimer aufgestellt werden. Das ist Absicht, damit keine Tiere angelockt werden, die den Müll dann als Nahrungsquelle missverstehen könnten. Zudem werden so hohe Kosten für die Entsorgung vermieden. Wenn jeder seinen Müll einfach wieder mit nach Hause nimmt, können davon alle profitieren: die Natur, die sauber bleibt, und der Mensch, der diese Natur unbeschwert genießen kann. Dafür werben seit dem Sommer auch kreative Anti-Müllbanner an ausgewählten Parkplätzen im Nationalparkgebiet. Sie weisen darauf hin, wie lange Flaschen, Dosen, Zigarettenstummel oder Plastikverpackungen in der Umwelt überdauern oder dass Hundekotbeutel im Wald nichts zu suchen haben. Manch einen Nationalpark-Gast regt das doch zum Nachdenken an.

Folgen unbedachter Müllentsorgung


Auch das Natur-Erlebniszentrum HohneHof sensibilisiert seine Besucher schon länger über die Folgen unbedachter Müllentsorgung in der Natur. Seit dem Sommer 2018 kann man im sogenannten Müll-Verrottungssimulator beobachten, wie schnell verschiedene Abfallarten verrotten und dass Glasflasche, Coladose und Co auch in einigen Jahren noch genauso unverändert im Wald liegen werden. Die Schauvitrine entstand ebenfalls im Rahmen eines Freiweilligen Ökologischen Jahres und erhielt sogar einen Anerkennungspreis der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt. Das neue Angebot soll Menschen ansprechen, die Naturerlebnisse schätzen und deshalb auch selbst für einen sauberen Wald aktiv werden wollen.


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