Mehrere Brände in einer Woche: Treibt ein Feuerteufel sein Unwesen?

Innerhalb weniger Tage kam es im Landkreis Helmstedt zu mehreren Bränden. Die Einsätze reichen von Flächenbränden bis hin zu größeren Feuern in Gebäuden.

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Symbolbild | Foto: Rudolf Karliczek

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Helmstedt. In den vergangenen Tagen haben mehrere Brände die Einsatzkräfte im Landkreis Helmstedt gefordert. Auffällig ist vor allem die Häufung von Feuern in einem Teil des Landkreises. Die Polizei ermittelt hier inzwischen wegen des Verdachts auf Brandstiftung und prüft einen möglichen Zusammenhang. Doch auch an anderen Orten kam es zu größeren Bränden.



Innerhalb weniger Tage mussten die Feuerwehren immer wieder zu Wald-, Flächen- und Vegetationsbränden ausrücken. Zwischen dem 26. September und dem 3. Oktober wurden die Einsatzkräfte zu insgesamt acht Bränden gerufen – von kleineren Flächenbränden bis hin zu zwei größeren Gebäudebränden.

Sechs Brände innerhalb weniger Tage


Die Reihe begann am Samstag, 26. September, gegen 18.30 Uhr. An der L290 im Bereich des Findlingsgartens brannte Grünschnitt. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen und löschen.

Am Sonntag, 27. September, folgte gegen 11 Uhr der nächste Einsatz. Im Bereich „In den Fuhren“ bei Ochsendorf war etwa 800 Meter tief im Wald eine rund zehn Quadratmeter große Fläche in Brand geraten. Auch hier verhinderten die Einsatzkräfte eine weitere Ausbreitung.

Noch am selben Abend, gegen 19.48 Uhr, wurden die Feuerwehren erneut alarmiert. Zwischen Uhry und Ochsendorf brannte am Waldrand eine etwa 40 mal 50 Meter große Fläche. Das Feuer drohte bereits auf den angrenzenden Wald überzugreifen.

Am Montag, 28. September, folgte gegen 21.06 Uhr ein weiterer Waldbrand bei Uhry. Auf einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern hatte sich das Feuer bereits bis in die Baumkronen ausgebreitet. Zwei Kiefern mussten kontrolliert gefällt werden, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Am Dienstag, 29. September, brannte es erneut. Gegen 19.45 Uhr gingen Meldungen über einen Feuerschein auf einem Feld bei Ochsendorf ein. Dort standen mehrere Strohballen am Rand eines kleinen Waldes in Flammen. Die Feuerwehr verhinderte mit einer Riegelstellung, dass das Feuer auf das angrenzende Waldstück übergriff. Rund 110 Einsatzkräfte waren vor Ort; der Einsatz dauerte bis etwa 2.30 Uhr.

Nur rund eine Stunde später folgte bereits der nächste Flächenbrand. In der Nacht zu Mittwoch, 30. September, um 3.24 Uhr wurde ein Feuer an der B1 zwischen Helmstedt und Süpplingen gemeldet. Dort brannten auf etwa 200 Quadratmetern Buschwerk und Bäume.

Polizei vermutet Brandstiftung


Bei den Bränden am 27. September bei Uhry, am 28. September bei Uhry und am 29. September zwischen Uhry und Ochsendorf geht die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Sie prüft, ob die Fälle zusammenhängen, und sucht Zeugen. Hinweise nimmt die Polizei Wolfsburg unter 05361 46460 entgegen.

Großbrände in Helmstedt und Buschhaus


Am 1. Oktober brannte es erneut in Helmstedt. Gegen 18.55 Uhr wurde ein Feuer in einem Fabrikgebäude an der Straße Am Lohen gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Halle bereits in Vollbrand. Mehr als 150 Einsatzkräfte waren vor Ort. Teile des Daches und der Wände stürzten ein. Verletzt wurde niemand. Die Polizei sicherte den Brandort und nahm die Ermittlungen zur Ursache auf. Diese ist bislang unklar.

Am Samstag, 3. Oktober, kam es schließlich zu einem Brand in der Klärschlammverbrennungsanlage TRV Buschhaus bei Büddenstedt. Gegen 20.06 Uhr brannte dort ein Anlagenteil innerhalb eines Gebäudes über mehrere Ebenen. Die Feuerwehr ging unter Atemschutz vor und musste unter anderem Gasflaschen sowie angrenzende Bereiche mit Heizöl und weiteren Gefahrstoffen schützen. Der Einsatz dauerte bis etwa 1 Uhr. Verletzt wurde niemand. Auch in diesem Fall ist die Brandursache bislang nicht bekannt.