Weyhausen. Am heutigen Freitag gegen 15:30 Uhr wurden die Feuerwehren aus Tappenbeck, Weyhausen und Osloß gemeinsam mit Polizei und Rettungsdienst zu einem schweren Verkehrsunfall an der Kreisgrenze zu Wolfsburg alarmiert. Über den Einsatz berichtet die Kreisfeuerwehr Gifhorn in einer Pressemitteilung.
Der Unfall passierte auf der Bundesstraße 188 zwischen Weyhausen und A39. Die Leitstelle löste nach mehreren Notrufen von Augenzeugen einen Massenanfall an Verletzten (MANV7) aus und alarmierte zahlreiche Rettungswagen aus dem Kreisgebiet Gifhorn und der Stadt Wolfsburg. Zusätzlich zum Organisatorischen Leiter Rettungsdienst waren ein Notarzt, sowie der Rettungshubschrauber Christoph 30 aus Wolfenbüttel im Einsatz.
In allen drei Autos
Für Einsatzleiter Patrick Müller aus Weyhausen und die rund 35 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Boldecker Land bedeutete der Unfall eine besondere Herausforderung, da zunächst in allen drei Fahrzeugen Personen eingeschlossen waren.
Nach ersten Informationen der Polizei Gifhorn war möglicherweise eins der Fahrzeuge aus noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geraten und dort mit den zwei anderen Fahrzeugen kollidiert. Durch den heftigen Zusammenstoß entstand auf rund 100 Metern ein ausgedehntes Trümmerfeld auf der Bundesstraße 188.
Schweres Rettungsgerät
Ein mit vier Personen aus dem Landkreis Gifhorn besetzter Seat kollidierte nach dem Unfall noch mit einem Alleebaum. Die schwer verletzte und eingeklemmte Fahrerin konnte erst nach Einsatz schweren Rettungsgerätes aus dem Fahrzeug befreit werden und kam direkt im Anschluss mit dem bereitstehenden Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Braunschweig.
Der zweite beteiligte Wagen, ein VW ID.5, in dem sich ein 23-Jähriger, ebenfalls aus dem Landkreis Gifhorn befand, touchierte einen weiteren Alleebaum und kam dort zum Stehen. Darüber hinaus überschlug sich im dritten beteiligten Fahrzeug, einem VW Golf Plus, ein 39-jähriger Mann aus dem Landkreis Helmstedt.
Auf Kliniken aufgeteilt
Gemeinsam mit dem Rettungsdienst befreite die Feuerwehr nach und nach alle Verletzten, davon vier schwer verletzt, sowie zwei leicht verletzte Personen. Nachdem der Rettungshubschrauber nach Braunschweig abgehoben war, starteten drei Rettungswagen mit Patienten ins Klinikum nach Wolfsburg, zwei weitere ins Klinikum nach Gifhorn. An allen drei Unfallfahrzeugen entstand Totalschaden.
Durch die Vollsperrung der Bundesstraße 188 bildeten sich zeitweise lange Staus aus Richtung Wolfsburg, welche die Polizei über die Autobahn 39 und Warmenau ableitete. Die Feuerwehr übergab die Einsatzstelle um 17:20 Uhr an die Polizei Gifhorn, welche die anschließende Unfallaufnahme durchführte. Vor Ort war ebenfalls die Volkswagen Unfallforschung.
