Gifhorn. Das Zugunglück bei Leiferde liegt nun schon beinahe zwei Wochen zurück. Bis zum vergangenen Wochenende waren die Einsatzkräfte vor Ort noch mit den entgleisten Waggons beschäftigt. Diese waren mit hochexplosivem Propangas gefüllt - nur unter Aufwand konnte das Gas entfernt und kontrolliert abgefackelt werden. Nachdem der Einsatz für die Feuerwehr endete, erfolgte allerdings am Montag eine erneute Alarmierung. Bei der Bergung der Fahrzeuge wurde ein großes Leck entdeckt. Hier wurden bis zu 2.000 Liter Öl vermutet - die Feuerwehr fand allerdings nichts. Nun geht man davon aus, dass die Betriebsstoffe möglicherweise in den Boden gesickert sind - dies könnte eine große Umweltbelastung bedeuten.
Wie die Deutsche Bahn (DB) auf Anfrage von regionalHeute.de mitteilte, werde man das Problem nun sichten. Die DB bestätigte aber: "Nach dem Güterzugunfall ist aus der havarierten Lok biologisch abbaubares Hydrauliköl ausgelaufen. Der Boden wird während der Bergungsarbeiten von Gutachtern untersucht. Im Zuge der Reparaturarbeiten wird der Bereich weiträumig ausgegraben und fachgerecht entsorgt." Laut ersten Angaben der Bahn hätten sich bis zu 2.000 Liter des Öls an Bord der Lok befunden.
Weitere Verzögerungen im Bahnverkehr?
Ob sich der jüngste Zwischenfall auf die Arbeiten auswirkt, sei aktuell noch nicht abschließend zu beurteilen. Sollte das auszukoffernde Öl allerdings auch zwischen oder unter das Gleis gesickert sein, dann würden vermutlich weitere Gleisarbeiten notwendig sein. Die Deutsche Bahn zeigt sich aber noch zuversichtlich: "Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass es zu Auswirkungen auf den Zeitplan für die Instandsetzung der Strecke kommt."