Zugunglück Leiferde: Neue Probleme - Feuerwehr muss nochmal hin

Ein weiterer Zwischenfall: Nachdem die Feuerwehr ihren Einsatz eigentlich am Wochenende beendet hatte, mussten die Kameraden nun erneut zum Unglücksort ausrücken.

von Alexander Panknin


Beim Bergen des havarierten Fahrzeugs wurde ein erneutes Problem entdeckt.
Beim Bergen des havarierten Fahrzeugs wurde ein erneutes Problem entdeckt. Foto: Feuerwehr/ Carsten Schaffhauser

Gifhorn. Eigentlich hatte die Feuerwehr ihren Einsatz im Rahmen des Zugunglücks bei Leiferde am Samstag erfolgreich beenden können. Nun mussten die Kameraden allerdings erneut anrücken. Bei den Bergungsarbeiten der zerstörten Fahrzeuge war es zu einem weiteren Zwischenfall gekommen.



Zuvor waren die Wehren tagelang damit beschäftigt, die beschädigten Waggons zu sichern. Diese waren zum Unfallzeitpunkt mit Propangas gefüllt gewesen. Durch Beschädigungen an den Wagen und durch die bevorstehende Bergung bestand eine hohe Explosionsgefahr. Das Gas wurde unter erheblichen Aufwand abgepumpt und abgefackelt. Nun sorgte allerdings ein anderer Betriebsstoff für einen erneuten Einsatz.

Feuerwehr wurde alarmiert


Am Montagnachmittag mussten die Feuerwehren der Samtgemeinde Meinersen erneut ausrücken, um an der Unfallstelle der vergangenen Tage Öl aus der havarierten Lok aufzunehmen. Kurz vor 14:30 am Nachmittag hatte es den Alarm gegeben. Die Feuerwehren aus Meinersen, Leiferde und Hillerse rückten aus. Beim Aufrichten der Lok tropfte Öl aus einem Riss an der Lok. Die eingesetzten Wehren sicherten das Erdreich mit Wannen gegen das Öl. Dies teilte die Feuerwehr mit.

Großes Leck


Da nach Bahnangaben über 2.000 Liter des Öls an Bord der Lok waren, wurde der Gefahrgutzug aus Gifhorn alarmiert. Dieser rückte mit Auffangbehältern und speziellen Pumpen an. Von der Bahn wurde die am Kran schwebende Lok auf Holzstapel abgesetzt, um so ein sicheres Arbeiten der Feuerwehrleute zu gewährleisten. Nachdem die Auffangbehälter in Position gebracht waren, sollte das Öl kontrolliert abgelassen werden. Doch beim Öffnen des Absperrhahns trat kein weiters Öl aus, der Behälter war bereits leer, so dass davon auszugehen ist, dass das Öl im Untergrund versickert ist. „Der Landkreis Gifhorn war vor Ort, in Absprache mit der Bahn soll der Bereich weiträumig ausgekoffert werden, das kontaminierte Erdreich wird dann entsorgt“, so Einsatzleiter und Samtgemeindebrandmeister Sven J. Mayer. Die Feuerwehren rückten kurz nach 20 Uhr wieder ein.


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