Hannover. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die 5.300 festen und freien Beschäftigten des Norddeutschen Rundfunks (NDR) zu einem Warnstreik aufgerufen. Wie Verdi am Dienstag mitteilte, sollen die Arbeitsniederlegungen am Mittwoch, 19. August, von 0 Uhr bis Donnerstag, 20. August, 1:30 Uhr an allen NDR-Standorten in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein stattfinden.
Die Gewerkschaft fordert 7 Prozent mehr Gehalt und Honorar, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von 12 Monaten.
Die NDR-Geschäftsleitung hatte zuletzt jährliche Steigerungen unterhalb der Inflationsrate bei einer Laufzeit von 35 Monaten angeboten. Vor der siebten Verhandlungsrunde am Freitag, 21. August, in Hamburg wollen die Beschäftigten den Druck auf die Geschäftsleitung erhöhen.
Die Vorsitzende des Verdi-Senderverbands im NDR, Stephanie Steffen, kritisierte, die Geschäftsleitung knüpfe Verbesserungen an Bedingungen und Gegenforderungen, die nicht akzeptabel seien.
Insbesondere die Verknüpfung mit Versetzungsregeln lehne die Gewerkschaft ab. Björn Siebke, Co-Verhandlungsführer von Verdi, sagte: "Die Beschäftigten erwarten Respekt für ihre Arbeit – und der zeigt sich auch auf dem Gehaltszettel und bei den Arbeitsbedingungen."
In Hannover ist für Mittwoch, 13 Uhr, eine Kundgebung an der Schranke zur Straße "Auf dem Emmerberge" geplant.
Einschränkungen im Programm des NDR können nicht ausgeschlossen werden, wie die Gewerkschaft erklärte.
Warnstreik beim NDR auch in Hannover
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die 5.300 festen und freien Beschäftigten des Norddeutschen Rundfunks (NDR) zu einem Warnstreik aufgerufen.
Verdi-Logo (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur
Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?
Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen
