Bildungs- und Begegnungszentrum Cremlingen - Die CDU hat noch Fragen

Im Vorfeld der Bürgerversammlung am 5. März wurde ein Fragenkatalog an den Gemeindebürgermeister als Diskussionsgrundlage verschickt.

Das Bildungs- und Begegnungszentrum Cremlingen im Rohbau.
Das Bildungs- und Begegnungszentrum Cremlingen im Rohbau. | Foto: privat

Cremlingen. Das 4,4 Millionen Euro teure Bildungs- und Begegnungszentrum neben der Kita Im Moorbusche befindet sich zur Zeit im Rohbau. Wie berichtet, soll auf einer Bürgerversammlung am 5. März um 19:30 Uhr im Gasthaus bei Chris dieses Zentrum vorgestellt werden. Aus diesem Anlass hat Volker Brandt, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Cremlingen, einen Fragenkatalog erstellt und weist darauf in einer Pressemeldung hin.



Das Haus unterscheide sich in vielen Punkten von einem Dorfgemeinschaftshaus, so die Dorfgemeinschaft Cremlingen. Daher sei es wichtig, sich im Vorfeld Gedanken über die Nutzung zu machen. Bürgermeister Detlef Kaatz habe seine Teilnahme zugesagt. Die Cremlinger CDU begleitet dieses Projekt mit Skepsis, da unter anderem noch immer kein profundes Betriebskonzept vorgestellt wurde, wie es für eine derartige Investition von Beginn an selbstverständlich sein sollte. Daher sei die Bürgerversammlung dazu sehr begrüßenswert, um Gedanken für ein derartiges Konzept zu erfragen.

Die Fragen der CDU


Volker Brandt, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Cremlingen, hat für diese Versammlung einige Fragen zusammengestellt und sie im Vorfeld Anfang dieser Woche an den Gemeindebürgermeister und den Vorstand der Dorfgemeinschaft übermittelt. An Hand der Antworten können sich dann die anwesenden Mitbürgerinnen und Mitbürger ein Bild über ein mögliches Betriebskonzept des Zentrums machen, hofft Brandt.

Folgende Fragen wurden übermittelt:
- Welches detaillierte Nutzungskonzept ist für das Zentrum vorgesehen? Man müsse davon ausgehen, dass für ein Projekt mit einer geplanten Investitionssumme von zirka 4,4 Millionen Euro ein derartiges Nutzungs- beziehungsweise Betriebskonzept schon zum Bauantrag und vor Baubeginn vorlag.
- Wieviel Personal ist in der Gemeinde für den Betrieb des Zentrums geplant? Muss dieses Personal noch eingestellt werden oder ist es bereits vorhanden?
- Fällt die Größe des geplanten Zentrums unter die Versammlungsstätten-Verordnung?
- Wer kann dieses Zentrum nutzen? Privatpersonen und/oder nur Gruppen?
- Zu welchen Wochentagen und Tageszeiten kann das Zentrum genutzt werden?
- Wer organisiert und koordiniert die Nutzung des Zentrums?
- Ist bei jeder Nutzung ein Mitarbeiter der Gemeinde zugegen (unter anderem Schlüsselgewalt)?
- Werden für die Nutzung des Zentrums Gebühren erhoben und wenn ja, in welcher Höhe?
- Eine Bewirtschaftung des Zentrums ist ja nicht vorgesehen. Wird eine Küche zur Eigennutzung eingebaut?
- Wird eine Thekenanlage zur Eigennutzung eingebaut?
- Sind Veranstaltungen mit Speisen und Getränken möglich? Wenn ja, wo sollen diese bezogen werden? Sind dafür Kühlschränke vorgesehen?
- Werden Geschirr, Bestecke und Gläser inventarisiert?
- Nach wie vielen Jahren endet die Förderungszeit für die Finanzierungszuschüsse mit den einschränkenden Auflagen für das Gebäude. Kann dann möglicherweise noch die Einrichtung nachgebessert werden, zum Beispiel Einbau einer Küche für die Bewirtschaftung?
- Wer hält die Einrichtung sauber?
- Ist die Einrichtung einer Bushaltestelle vor dem Zentrum geplant, um auch älteren Menschen aus anderen Ortschaften der Gemeinde die Nutzung zu ermöglichen?
- Wird es genug Parkplätze und eine Ladestation für E-Autos geben?
- Sind sichere Abstellplätze für Fahrräder geplant?


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