GRÜNE Ratsfraktion begrüßt Straßenbenennung nach Ruth Zimmermann


Fotomontage: Nick Wenkel
Fotomontage: Nick Wenkel | Foto: Archiv

Wolfenbüttel. Die GRÜNE Ratsfraktion begrüßt nach eigenen Angaben die Benennung zweier neuer Planstraßen im Gewerbegebiet „Westlich Rehmanger“ nach dem Erfinder Emil Berliner und der Schneidermeisterin Ruth Zimmermann.


Für das Gewerbegebiet sind Politik und Verwaltung auf die Suche nach Menschen gegangen, die einen besonderen Beitrag zu Wolfenbüttels Wirtschaft geleistet haben. Nach Wilhelm Mast, Kurt Neubauer, Heinrich Eberhardt und Gerhard Kubetschek sind schon Straßen im Gewerbegebiet West benannt. Die Verwaltung schlägt nun vor, auch Emil Berliner zu würdigen, dem berühmten jüdischen Erfinder u.a. der Schallplatte, der die Samson-Schule in Wolfenbüttel besuchte. Die Ehre einer Straßenbenennung soll auch Ruth Zimmermann zu teil werden, die ab 1952 im Haus ihrer Großeltern Am Stadtmarkt 15 erfolgreich ein Schneideratelier betrieb. „Wir freuen uns sehr“, so Jürgen Selke-Witzel, Vorsitzender der GRÜNEN Fraktion, „dass die Verwaltung unseren Vorschlag aufgegriffen hat. Uns ging es darum, deutlich zu machen, dass auch Frauen einen Anteil an der erfolgreichen Wirtschaft Wolfenbüttels haben“. Ruth Zimmermann war in ihrer Zeit eine erfolgsreiche Unternehmerin. Sie beschäftigte bis zu 14 Frauen gleichzeitig und produzierte Mode in hoher Qualität. Elke Schmidt ergänzt: „Es ist an der Zeit, Frauen sichtbarer zu machen, die unsere Stadt geprägt haben. Denn bemerkenswerte Frauen gibt es in der Geschichte Wolfenbüttels zu genüge. Nun geht es darum, sie stärker zu würdigen“, so die stellvertretende Vorsitzende der GRÜNEN Stadtratsfraktion.


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