Region. Auch nach der vierten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im Öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen sind die Fronten weiter verhärtet. Die Gespräche seien am heutigen Nachmittag ohne Ergebnis zu Ende gegangen, wie die Gewerkschaft ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen in einer Pressemitteilung berichtet. Die Arbeitgeber seien demnach weiter auf Konfrontationskurs geblieben.
„Die Beschäftigten haben absolut kein Verständnis, dass die Arbeitgeber sich auch in der vierten Verhandlungsrunde nicht beim Thema Wochenarbeitszeit bewegt haben und werden nun eine entsprechende Antwort geben“, sagt ver.di-Verhandlungsführer Marian Drews. Die Gewerkschaft ver.di werde nun den Druck vor der kommenden Verhandlungsrunde am 1. Juni noch einmal deutlich erhöhen und prüfe derzeit entsprechende Reaktionen. Mögliche Warnstreiks würden in jedem Fall rechtzeitig bekannt gegeben.
ver.di habe auch vor dieser vierten Verhandlungsrunde, in der Zeit seit dem 21. April, ganz bewusst auf weitere Warnstreiks verzichtet, die den öffentlichen Nahverkehr in weiten Teilen Niedersachsens zum Erliegen gebracht hätten. „Wir haben auch in der vierten Verhandlungsrunde versucht, Wege aufzuzeigen, wie wir zum Ziel kommen können und uns auf die Arbeitgeber zubewegt“, sagt Marian Drews. „Leider wollen sie sich weiterhin nicht beim Thema Wochenarbeitszeit bewegen. Verbesserungen an anderer Stelle im Tarifvertrag sollen mit mehr Belastung für die Beschäftigten von diesen aufgewogen werden. Wir brauchen Entlastung!“
Das fordert ver.di
ver.di hatte ihre Forderungen für die Kollegen im ÖPNV in Niedersachsen bereits im Herbst 2025 öffentlich bekannt gegeben. Dabei geht es um die Arbeitsbedingungen, insbesondere Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten sowie mehr Urlaubstage, höhere Zuschläge für Arbeit z.B. am Wochenende. In der laufenden Tarifrunde TV-N mit bundesweit parallel stattfindenden Tarifverhandlungen im ÖPNV haben die Bundesländer in der Nachbarschaft zu Niedersachsen laut ver.di alle geringere Wochenarbeitszeiten als 39 Stunden vereinbart.

