Braunschweig. Das Badezentrum Gliesmarode, es liegt derzeit brach. 2029 soll sich das ändern. Wie die zuständige Struktur-Förderung Braunschweig GmbH jetzt in einer Pressemitteilung verkündet, will sie das Projekt zum Jahreswechsel 2028/29 in einem Zug abschließen, um dann mit der aufwendigen Inbetriebnahme der Wassertechnik zu starten. Die städtische Tochtergesellschaft habe inzwischen diverse Gutachten eingeholt, auf deren Grundlage nun ein Team spezialisierter Fachplanungsbüros und Experten für den Sanierungsprozess zusammengestellt wurde. Insgesamt neun Büros aus allen Bereichen des Bäderbaus und aus verschiedenen Fachgebieten von der Statik bis zur Wassertechnik würden seit Anfang Juni mit Hochdruck an einer Bestandsaufnahme arbeiten, um die Planung für den Sanierungsablauf voranzutreiben.
Um sich nach der langen Betriebszeit ein detailliertes Bild von Zustand und Belastbarkeit der Bausubstanz zu machen, arbeitet das Expertenteam mit entnommenen Materialproben und genauen Laboruntersuchungen. Unter anderem muss die Tragfähigkeit von Betonstützen und Leimholzbindern einzeln geprüft werden, damit bis Ende des Jahres über den genauen Ablauf der Sanierung entschieden werden kann. Wie geplant soll diese dann in einem durchgehenden Prozess ohne kostenintensive und langwierige Zwischenschritte stattfinden, um den Badebetrieb im Jahr 2029 wieder aufnehmen zu können.
Fördermöglichkeiten werden gesucht
Parallel dazu erstellt das Team der städtischen Tochtergesellschaft um Geschäftsführerin Natascha Wessling eine genaue Kostenermittlung und erarbeitet verschiedene Fördermöglichkeiten, um das Projekt unterhalb des Kostendeckels zu realisieren. Einfließen werden dabei auch eine Million Euro an Spendengeldern aus bürgerschaftlichem Engagement.
„Die Bausubstanz eines Gebäudes ist insbesondere durch Chloride und Feuchtigkeit erheblichen Belastungen ausgesetzt. Die Sanierung eines solchen Bestandsgebäudes ist deshalb eine besondere Herausforderung. Ich freue mich sehr, dass wir hier auf die geballte Expertise so vieler ausgewiesener regionaler und überregionaler Spezialisten aus dem Bäderbau vertrauen können, um die Planung auf sichere Beine zu stellen und den Sanierungsprozess zügig voranzutreiben“, beschreibt Wessling die anspruchsvolle Aufgabe.
„Das Bad Gliesmarode soll schnell wieder zu einem sicheren und beliebten Bestandteil der Braunschweiger Bäderlandschaft werden. Gerade für den Schulsport und Schwimmkurse, aber auch für die Öffentlichkeit wird es mit seinen großzügigen Becken und Umkleiden wieder zusätzliche Kapazitäten bieten“, ergänzt Tobias Groß, Geschäftsführung Bädergesellschaft der Stadt Braunschweig.
Der aktuelle Stand der Planungen wurde auch den Sponsoren bei einem Informationstermin am gestrigen Mittwoch mitgeteilt. Aus der Stadtgesellschaft war eine Million Euro von Unternehmen und Privatpersonen gespendet worden. Mit dieser finanziellen Unterstützung werden Sanierung und Neueröffnung des Bades möglich.
