Braunschweig. Im Osten von Braunschweig kommt es manchmal zu Mini-Staus an einer Linksabbieger-Ampel. Dem Thema wollen sich jetzt gleich mehrere Fraktionen annehmen, die einen entsprechenden Antrag in zwei Stadtbezirksräten einreichen.
Es geht um die Ampel an der Kreuzung der Berliner Straße mit dem Moorhüttenweg und der Hordorfer Straße. Bis dorthin fließt der Verkehr stadtauswärts auf der Berliner Straße zweispurig daher, an der Kreuzung gibt es für Linksabbieger einen weiteren Streifen. Wer dort links abbiegt, gelangt in den Moorhüttenweg, der zu einem Wohngebiet mit Einfamilienhäusern gehört – aber eben nicht nur.
Einkaufspark sorgt für mehr Linksabbieger
Denn kurz nach der Kreuzung und noch vor dem Wohngebiet geht es auch schon wieder ab auf den riesigen Parkplatz vor dem Einkaufszentrum mit Rewe-Markt, Action, dm und weiteren Einzelhändlern und Gastronomen. Kunden dieses Einkaufskomplexes, die mit dem Auto aus Richtung Gliesmarode dorthinfahren, also stadtauswärts unterwegs sind, können nur über die bereits erwähnte Linksabbieger-Spur den Parkplatz erreichen.
Doch diese Spur und insbesondere die dafür ausgelegte Ampelphase sind offenbar nicht für solche Kundenströme ausgelegt. Denn immer wieder staut es sich an dieser Stelle – ein Bild, das aber auch aus der Vergangenheit bekannt ist, als dort unter anderem ein Real-Markt, ein Continent, ein Walmart oder ein Plaza – größtenteils längst nicht mehr existierende Supermarkt- und Warenhausketten – untergebracht waren.
Ein Beschlussvorschlag der Stadtbezirksratsfraktionen der FDP, CDU und BIBS will dort Abhilfe schaffen. Diskutiert wird der Vorschlag gleich in zwei Stadtbezirksräten, da an der betroffenen Kreuzung die Grenze zwischen Gliesmarode (Wabe-Schunter-Beberbach – hier wird darüber in der Sitzung am 22. April entschieden) und Volkmarode (Hondelage-Volkmarode tagt am 23. April) verläuft.
Ampelschaltung prüfen
Im Antrag heißt es, die Verwaltung solle die Ampelschaltung prüfen und "mittels einer bedarfsabhängigen Schaltung derart verbessern, dass pro Ampelphase deutlich mehr Fahrzeuge passieren können als heute."
Laut Antrag habe an dieser Kreuzung der Linksabbieger-Verkehr seit Eröffnung des Einkaufszentrums "drastisch zugenommen". Weiter heißt es dort: "So warten an Werktagen oftmals 10 bis 15 (und manchmal bis zu 20) Fahrzeuge, die links abbiegen wollen, wovon
üblicherweise nur vier während einer Linksabbieger-Ampelphase passieren können."
Linksabbieger-Stau bremst Geradeaus-Fahrer aus
Die Folgen: Es staut sich manchmal über den Abbieger-Streifen hinaus auf die linke Geradeaus-Spur. Der fließende Verkehr, so die Antragsteller, werde dadurch unnötig behindert. Zusätzlich entstünden weitere Probleme durch Fahrer, die an der Kreuzung den Stau umgehen wollen, indem sie geradeaus fahren, um dann kurz nach der Kreuzung umzudrehen und als Rechtsabbieger in den Moorhüttenweg zu fahren.
All diese Schwierigkeiten wären zu beheben, "wenn die Dauer der Ampelphase für Linksabbieger in den Moorhüttenweg verlängert wird", sind die Antragsteller überzeugt. Die Ampelphasen ließen sich bedarfsabhängig etwa durch Sensoren mit Induktionsschleife steuern. Alternativ wäre auch eine tageszeitabhängige Ampelschaltung möglich.

