Berlin. Ein möglicher Beitritt von Kanada zur Europäischen Union steht bei der deutschen Bundesregierung derzeit nicht auf der Tagesordnung - wird aber offenbar auch nicht ausgeschlossen.
"Ein Beitritt Kanadas ist nicht oberste Priorität", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. Kanada und die EU würden aber jetzt schon "ein enorm enges Verhältnis" pflegen. Er verwies auf die Nato-Mitgliedschaft oder die Einbindung "in viele transatlantische Beziehungen". Kornelius weiter: "Wir haben durch das Freihandelsabkommen eine große Bandbreite an Optionen der Kooperation miteinander geschaffen und auf diesem Weg werden wir weitergehen."
Finnlands Präsident Alexander Stubb hatte kürzlich bei einem Besuch in Kanada gesagt, er könne sich "eine deutlich größere Europäische Union vorstellen" und ergänzte: "Ob Kanada ein Teil davon ist oder nicht, muss es selbst entscheiden". Laut einer aktuellen Umfrage der kanadischen Tageszeitung "The Globe and Mail" sind knapp 60 Prozent aller Kanadier dafür, dass ein Beitritt Kanadas zur Europäischen Union geprüft wird.
EU-Beitritt von Kanada laut Bundesregierung nicht "Priorität"
Ein möglicher Beitritt von Kanada zur Europäischen Union steht bei der deutschen Bundesregierung derzeit nicht auf der Tagesordnung - wird aber offenbar auch nicht ausgeschlossen. "Ein Beitritt Kanadas ist nicht oberste Priorität", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur.
Friedrich Merz und Mark Carney (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

