Gifhorn. Die Polizei in Gifhorn warnt vor einer neuen Betrugsmasche, die sich auf Online-Verkaufsplattformen abspielt. In einem aktuellen Fall ermittelt der Zentrale Kriminaldienst, nachdem eine Frau einen fünfstelligen Euro-Betrag verloren hat.
Die Betrüger geben sich als Kaufinteressenten aus und nutzen Plattformen wie Kleinanzeigen. Nachdem sie sich mit dem Verkäufer auf einen Preis geeinigt haben, schlagen sie vor, über vermeintlich sichere Dienstleister wie PayPal zu zahlen. Dann behaupten sie, es gebe ein Problem und bieten an, über ein anderes System zu zahlen. Dazu senden sie einen Link, der auf eine täuschend echte, aber betrügerische Seite führt. Dort sollen Verkäufer ihre Bankdaten eingeben, die dann missbraucht werden.
Vorsicht bei verdächtigen Links
Die gefälschte Seite fordert die Verkäufer auf, vierstellige Codes einzugeben, die in Wirklichkeit Überweisungen freigeben. So entstehen schnell hohe Schäden. Die Seiten sind oft so professionell gestaltet, dass sogar ein "Kundenservice" existiert, der Zweifel zerstreuen soll.
Die Polizei rät, nur die offiziellen Bezahlwege der Plattformen zu nutzen und keine Links aus E-Mails anzuklicken. Bankdaten sollten niemals auf unbekannten Seiten eingegeben werden. Bei Verdacht auf Betrug sollte sofort die Bank informiert und Anzeige erstattet werden, teilt die Polizei in einer Presseinformation mit.

