Unwetternacht in Goslar: Feuerwehr im Dauereinsatz

Am gestrigen Dienstag musste die Feuerwehr Goslar zu zahlreichen Unwettereinsätzen ausrücken.

Die Feuerwehr Goslar musste zu zahlreichen Einsätzen ausrücken.
Die Feuerwehr Goslar musste zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. | Foto: Feuerwehr Goslar

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Goslar. Die Feuerwehr Goslar hatte am gestrigen Dienstag alle Hände voll zu tun. Nach mehreren Einsätzen am Tag, folgten Unwettereinsätze in der Nacht, berichtet die Feuerwehr in einem ausführlichen Pressebericht.



Der 30. Juni war für die Feuerwehr Goslar bereits vor dem Regen kein ruhiger Tag: Eine Notfalltüröffnung am Vormittag, ein Verkehrsunfall auf der B 241 am frühen Nachmittag, zwei ausgelöste Brandmeldeanlagen sowie am Abend Amtshilfe für die Polizei – bei der die Drohneneinheit gemeinsam mit Rettungshunden alarmiert wurde – hatten die Kräfte bereits durch den Tag begleitet. Als gegen 23 Uhr die ersten Meldungen über vollgelaufene Keller eingingen, war es für einige der eingesetzten Ehrenamtlichen bereits die sechste Alarmierung dieses Tages.

Starkregen überraschte Einsatzkräfte


Etliche Straßen standen unter Wasser.
Etliche Straßen standen unter Wasser. Foto: Feuerwehr Goslar


Dabei war der Regen, der die Nacht prägen sollte, kaum angekündigt – anders als das erste Starkregenereignis der Woche vom Montag. Was gegen 23 Uhr mit einer ersten Meldung über einen vollgelaufenen Keller begann, weitete sich innerhalb kurzer Zeit zu einer Flächenlage mit zahlreichen parallelen Einsatzstellen aus.


Angesichts der Vielzahl eingehender Meldungen wurde die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) aktiviert, um die Einsatzstellen koordinieren zu können. Im weiteren Verlauf wurde die Alarmstufe auf Zugalarm erhöht. Drei Gruppen arbeiteten zeitgleich in drei Fahrzeugen die Einsatzstellen ab; ein zweiter Brandmeister vom Dienst unterstützte bei der Erkundung und Priorisierung – ein bei solchen Flächenlagen bewährtes Vorgehen, das sicherstellt, dass alle Betroffenen möglichst schnell erreicht werden.

Feuerwache unter Wasser


Auch die Feuerwache stand unter Wasser.
Auch die Feuerwache stand unter Wasser. Foto: Feuerwehr Goslar


Auch die Feuerwache selbst war betroffen: Bei starken Regenereignissen dringen regelmäßig größere Wassermengen in den Umkleide- und Fahrzeughallenbereich ein. Der sich vor der kleinen Fahrzeughalle bildende See wurde auch diesmal mit eigenen Mitteln beseitigt.

Der Schwerpunkt der Lage lag im Ortsteil Jürgenohl, wo in der Troppauer Straße und im Kreuzburger Weg mehrere Keller gleichzeitig unter Wasser standen. Die Wasserstände lagen zwischen zehn und dreißig Zentimetern; in einzelnen Fällen waren auch elektrische Anlagen betroffen. Die Feuerwehr sicherte Einläufe mit Sandsäcken, pumpte Keller aus und ließ Material zur weiteren Sicherung zurück. Teils hatten Bewohner bereits selbst vorgearbeitet oder die Situation eigenständig unter Kontrolle gebracht.

Angesichts der Vielzahl eingehender Meldungen wurde die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) aktiviert
Angesichts der Vielzahl eingehender Meldungen wurde die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) aktiviert Foto: Feuerwehr Goslar


In der Von-Garßen-Straße im Ortsteil Steinberg war die Fahrbahn halbseitig überflutet, ein hochgedrückter Gullydeckel wurde eingesetzt und die Straße lief anschließend ab. In Kattenberg stand die Hildesheimer Straße auf einem größeren Abschnitt unter Wasser; der zuständige Versorger übernahm die weiteren Maßnahmen. Ein Gewerbebetrieb in derselben Straße wurde ebenfalls mit Wasser im Verkaufsbereich gemeldet und durch die Feuerwehr abgearbeitet.

Die unwetterbedingte Einsatzlage erstreckte sich über rund zweieinhalb Stunden – von der ersten Meldung kurz nach 23 Uhr bis zur Abmeldung der letzten Kräfte gegen 01:34 Uhr.