180 Azubis engagieren sich bei Waldtagen

Bei den zehnten Azubi-Waldtagen am 29. und 30. September untersuchten junge Erwachsene den Wald, diskutierten über Ressourcen und packten bei seiner Pflege an.

Die jungen Erwachsenen erkundeten ökologische Zusammenhänge, messen selbst, diskutieren und arbeiten praktisch im Wald.
Die jungen Erwachsenen erkundeten ökologische Zusammenhänge, messen selbst, diskutieren und arbeiten praktisch im Wald. | Foto: Stiftung Zukunft Wald

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Salzgitter. Einen Tag lang raus aus dem Betrieb und hinein ins Beddinger Holz: Am 29. und 30. September nehmen Auszubildende von Volkswagen Salzgitter und Braunschweig, MAN und Salzgitter Flachstahl an den Azubi-Waldtagen der Stiftung Zukunft Wald teil. Der Anlass ist ein Jubiläum: Vor zehn Jahren pflanzten Volkswagen-Auszubildende in Thiede rund 2.000 Bäume. In diesem Jahr finden die Waldtage zum zehnten Mal statt. Nach Schätzung der Stiftung haben inzwischen mehr als 1.000 Auszubildende im Rahmen ihrer Ausbildung einen Waldtag in Thiede erlebt, wie es in einer Pressemitteilung der Stiftung Zukunft Wald heißt.



Im Mittelpunkt steht Bildung für nachhaltige Entwicklung über die Schulzeit hinaus. An vier Stationen erkunden die jungen Erwachsenen ökologische Zusammenhänge, messen selbst, diskutieren und arbeiten praktisch im Wald. Fragen nach begrenzten Ressourcen, nachhaltiger Nutzung und dem eigenen Umgang mit der Umwelt betreffen schließlich auch Unternehmen und ihre künftigen Fachkräfte.

Waldinventur und Kraftwerk


Bei der Waldinventur messen die Auszubildenden Bäume und ermitteln den Holzvorrat. Sie erfahren, welche Daten Försterinnen und Förster benötigen, um die Nutzung eines Waldes zu planen, ohne mehr Holz zu entnehmen, als langfristig nachwächst. Das macht ein Grundprinzip der Nachhaltigkeit unmittelbar verständlich: Wie viel ist vorhanden – und wie viel können wir nutzen?

An der Station „Kraftwerk Wald“ untersuchen die Gruppen mit Klimastationskoffern Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit im Wald und auf einer angrenzenden offenen Fläche. Anhand ihrer eigenen Messwerte besprechen sie, wie der Wald das lokale Klima beeinflusst. Zertifizierte Waldpädagoginnen und Waldpädagogen greifen im Schulwald weitere Themen auf, etwa Baumarten im Klimawandel oder Upcycling.

Praktische Arbeiten im Azubi-Wald


Die vierte Station ist der praktischen Arbeit gewidmet. Die Azubis entfernen erneut Japanischen Staudenknöterich nahe dem Schulwald und sprechen darüber, wie sich invasive Pflanzen ausbreiten können – etwa durch falsch entsorgte Gartenabfälle. Sie schneiden Wege und den Holzpfad frei und kümmern sich um Schilder, das Sandarium und die Walnussallee. An den zehnjährigen Pflanzungen prüfen sie unter Anleitung der Forstleute zudem, wo eine Jungwuchspflege sinnvoll ist.