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Kundgebungen in Salzgitter: Initiativen machen mobil gegen AfD



Kundgebungen in Salzgitter: Initiativen machen mobil gegen AfD

Am Samstag lädt die AfD zu einem "Bürgertreff" ein. Zwei Kundgebungen wurden bereits angekündigt.

von Anke Donner


Für Samstag wurden bereits Kundgebungen angekündigt.
Für Samstag wurden bereits Kundgebungen angekündigt. Foto: Rudolf Karliczek

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Salzgitter. Am kommenden Samstag veranstaltet der AfD-Kreisverband Salzgitter einen, wie es die Partei nennt, Bürgertreff am Lebenstedter Rathaus. Unter anderem soll auch AfD-Bundeschef Jörg Meuthen anwesend sein. Doch die Partei bekommt Gegenwind. Parteien, Gewerkschaft und Initiativen machen mobil gegen die Veranstaltung und kündigten bereits Kundgebungen an.



Die AfD will ab 11 Uhr vor dem Rathaus eigenen Angaben zufolge "Klartext" reden. Dazu hat sich der Kreisverband Unterstützung von AfD-Politikern wie Jörg Meuthen, der AfD-Bundestagsabgeordneten Joana Cotar, AfD-Bundestagskandidat Joachim Wundrak und Oberbürgermeister-Kandidat der AfD, Thomas-Peter Disselhoff, geholt.

Die angekündigte Veranstaltung sorgt aber schon im Vorfeld für Kritik. So kündigte beispielsweise die PARTEI Kreisverband Salzgitter an, sich unter dem Motto: "Klartext: Keine Nazis in Salzgitter" gegen den Bürgertreff der AfD zu stellen. "Wir wollen keine rechtsradikale Hetze in dieser Stadt und vor allem nicht vor unserem Rathaus. Deswegen rufen wir alle Salzgitteraner auf, sich am Gegenprotest zu beteiligen", ruft die PARTEI auf. Die Kundgebung soll um 10 Uhr an der Joachim-Campe-Straße vor der alten Post startet. Um 11 Uhr beginnt eine weitere Kundgebung des Bündnisses "Salzgitter passt auf" auf der Albert-Schweitzer- Straße gegenüber vom Rathaus. "Die AfD Salzgitter ist in weiten Teilen zutiefst rechtsextrem. Zuletzt zeigte sich das in einem Strafverfahren wegen Volksverhetzung im November letzten Jahres, welches leider von den Behörden eingestellt worden ist („Impfen macht Frei“ Beitrag in den sozialen Medien). Deswegen ist es wichtig, zusammen gegen diese rechtsradikale Bedrohung zu stehen", macht die PARTEI deutlich.

Ebenfalls angekündigt ist wie bereits erwähnt, eine Kundgebung des Bündnisses „Salzgitter passt auf“ unter dem Motto "Demokratie wählen – Kein Platz für Rassismus!". „Wir Demokratinnen und Demokraten wollen uns mit einer Kundgebung unter dem Motto 'Demokratie wählen – Kein Platz für Rassismus!' zu Toleranz und Solidarität bekennen“, so der Gewerkschafter und Fürsprecher der Initiative, Frank Raabe-Lindemann. „Lassen Sie uns am Samstag in der Innenstadt gemeinsam ein Zeichen setzen für ein vielfältiges und friedliches Salzgitter. Wenn die AfD unser Rathaus im Wahlkampf als Bühne für ihre Hetze nutzt, kann die Zivilgesellschaft das nicht unwidersprochen stehen lassen. Deshalb fordern wir unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, die von uns organisierte Kundgebung des Bündnisses 'Salzgitter passt auf' zu besuchen. Denn die Zivilgesellschaft in unserer Stadt darf an dieser Stelle nicht nachlassen, Courage zu zeigen.“ Die Kundgebung soll ab 11 Uhr auf dem Platz der Städtepartnerschaften, gegenüber dem Rathaus stattfinden. Redner sollen unter anderem Matthias Wilhelm, Erster Bevollmächtigter, IG Metall Salzgitter-Peine und Uwe Teichmann, Evangelische-luth. Probstei Salzgitter-Lebenstedt, sein. Musik gibt es von der Gruppe „Null Bock“.


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