Rätselhafte Sprengung: Dahinter steckte eine schwere Straftat

Offenbar wurde in der Nacht zuvor ein Blitzeranhänger der Stadt Salzgitter zerstört. Der Vorfall bei Lesse steht im Zusammenhang mit der Durchsuchung bei einem Verdächtigen.

Der Sprengstoff wurde kontrolliert gezündet.
Der Sprengstoff wurde kontrolliert gezündet. | Foto: Polizei Salzgitter

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Salzgitter. Wie berichtet, kam es am gestrigen Donnerstagabend auf einem Feld zwischen den Ortschaften Lesse und Reppner zu einer Explosion. Die Umstände waren unklar. Nun klären Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung über den Vorfall auf. Und es steckt deutlich mehr dahinter.



Denn offenbar war es bereits in der Nacht zu Donnerstag zu einer Straftat gekommen. An der Kanalstraße zwischen Lebenstedt und Hallendorf wurde gegen 1:55 Uhr an einem mobilen Geschwindigkeitsmessanhänger der Stadt Salzgitter ein massiver Schaden verursacht. Die zu diesem Zeitpunkt noch unbekannten Täter hatten durch Herbeiführen einer Explosion das Gerät gesprengt.

200.000 Euro Schaden


Aufgrund der massiven Sprengwirkung wurde der Anhänger gänzlich zerstört. Die Polizei konnte ein großflächiges Trümmerfeld feststellen. Es erfolgte eine umfangreiche Spurensicherung durch Mitarbeiter der Tatortgruppe der Polizei. Der Schaden beträgt mindestens 200.000 Euro.

Die Polizei konnte nach der Tat und im Rahmen der polizeilichen Fahndung zwei tatverdächtige Männer aus Salzgitter im Alter von 28 und 29 Jahren ermitteln. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig beantragte daraufhin beim zuständigen Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse. Im Verlauf der sich anschließenden kriminalpolizeilichen Maßnahmen konnten zwei Wohnungen in den Ortsteilen Lesse und Lebenstedt durchsucht werden.

Laborate aus dem Ausland


Hierbei waren auch Sprengstoffspezialisten - sogenannte Delaborierer - des Bundeskriminalamtes zugegen. Die Polizei beschlagnahmte Sprengmittel in einem hohen zweistelligen Kilogrammbereich. Hierbei handelte es sich um Laborate aus dem Ausland, Selbstlaborate und auch losen Sprengstoff. Aufgrund der Gefährlichkeit der Sprengmittel erfolgten die kontrollierten Sprengungen auf dem Feldbereich nahe des Ortsteils Lesse, über die wir berichtet hatten.

Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Sollten ihnen insbesondere vor der Tat auffällige Person in unmittelbarer Nähe des Anhängers aufgefallen sein, werden sie gebeten, sich mit der Polizei unter der Telefonnummer 05341 1897-0 in Verbindung zu setzen.

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