Wolfenbüttel. Am Montag berichtete regionalHeute.de, dass für das Großprojekt am Wolfenbütteler Bahnhof im Bereich des ehemaligen Eventcenters Check-In die Öffentlichkeitsbeteiligung begonnen hat. Einen Tag später verkündete die Volksbank BRAWO, die neben der Stadt Hauptakteur des Projektes ist, dass man sich weitgehend aus Immobilienprojekten zurückziehen wolle. Doch wie passt das zusammen?
Die Stadt und die Volksbank BRAWO haben mit dem Projekt "Bahnhofsbereich Süd-Ost" große Pläne. Das Areal soll weitgehend neu gestaltet werden. Hierfür müssen Bebauungsplan und Flächennutzungsplan geändert werden. Die nötige Öffentlichkeitsbeteiligung hat begonnen. Doch Eigentümer der Immobilie ist die Volksbank BRAWO. Die steckt aktuell in der Krise und hat angekündigt, sich weitgehend aus allen Immobilienprojekten zurückziehen zu wollen. Was wird also aus dem Bahnhofsprojekt?
Wie geht es weiter?
regionalHeute.de fragte sowohl bei der Volksbank BRAWO, als auch bei der Stadt Wolfenbüttel an, ob und wie es weitergehen soll. Und so wie es aussieht, wird es weitergehen. Zumindest in Sachen Bau- und Planungsrecht.
"Der nun erreichte Verfahrensstand ist ein entscheidender Meilenstein und knüpft an die bisherigen planerischen Arbeiten an. Die laufende Öffentlichkeitsbeteiligung zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung des Bebauungsplans erfolgt somit planmäßig und ist das Ergebnis einer sehr gut vorbereiteten Entwicklung zwischen Eigentümer und der Stadt Wolfenbüttel", so Daniel Dormeyer, Pressesprecher der Volksbank BRAWO.
Langfristig angelegter Entwicklungsschritt
Die Schaffung von Baurecht sei ein eigenständiger und langfristig angelegter Entwicklungsschritt. Sie schaffe Planungssicherheit für alle Beteiligten und bilde die Grundlage dafür, dass das Areal künftig im Sinne der gemeinsam mit der Stadt entwickelten Zielsetzungen weiterentwickelt werden könne. Mit dem aktuellen Verfahrensschritt werde vielmehr der gemeinsam eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt, so Dormeyer abschließend. Die kürzlich angekündigte strategische Neuausrichtung der Volksbank BRAWO ändere nichts an der Entwicklungsperspektive des Standorts.
Ähnlich klingt die Antwort der Stadt Wolfenbüttel. "Unsere Projektpartner haben sich deutlich zur Weiterführung des Bebauungsplanverfahrens bekannt. Die strategische Neuausrichtung der Volksbank BRAWO ändert nichts an der Entwicklungsperspektive des Standorts", so Stadtsprecher Thorsten Raedlein. Der aktuelle Bebauungsplan entspreche nicht mehr den städtebaulichen Zielen. Die Überarbeitung des Bebauungsplans sei damit in jedem Fall sinnvoll.

