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Bis 2030: Stadt will 35 Kilometer neue Radwege bauen

In Sachen Mobilität setzt die Stadt voll auf den Ausbau des Radverkehrs. Welche Rolle dabei ein Fahrradverleihsystem spielen könnte, muss sich noch zeigen.

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Symbolbild | Foto: regionalHeute.de / Video: Thomas Stödter

Braunschweig. Bis 2030 investiert die Stadt Braunschweig viel Geld in eine Verbesserung des Radverkehrs. Im aktuellen Interview mit regionalHeute.de erklärt Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum mit welchen Maßnahmen man Anreize schaffen wolle, die Leute zum Wechsel auf das Verkehrsmittel Fahrrad zu bewegen. Unklar ist dabei noch, ob dabei auch das Thema Leihfahrräder eine Rolle spielen kann. Hierzu hat die Verwaltung kürzlich ein 57 Seiten starkes Gutachten veröffentlicht. Wenn die Finanzierung stehe, plane man eine Ausschreibung des Projektes.



Im Interview mit regionalHeute.de nennt der Oberbürgermeister, angesprochen auf die Entwicklung der Mobilität in Braunschweig, den Ausbau der fahrradfreundlichen Stadt als erstes. Bis 2030 seien große Summen hinterlegt, um ein bereits bestimmtes Maßnahmepaket umzusetzen. So sollen 35 Kilometer neue Radwege gebaut werden, die Radwege sicherer gemacht werden und sogenannte Velo-Routen entwickelt werden, mit denen man möglichst schnell aus den Außenbezirken in die Innenstadt fahren könne. Wenn man das Fahrradnetz attraktiver gestalte, schaffe man damit auch Anreize, um auf das Fahrrad umzusteigen, ist sich Thorsten Kornblum sicher.

350.000 Euro im Jahr für Verleihsystem


Ob es in Braunschweig auch ein Verleihsystem für Fahrräder geben wird, muss sich noch in der politischen Diskussion in den Ratsgremien zeigen. In einer Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion heißt es, dass man beabsichtige, das Fahrradverleihsystem auszuschreiben, sofern die Finanzierung sichergestellt sei. In diesem Kontext werde eine Abstimmung mit der Nibelungen Wohnbau erfolgen, um potenzielle Synergieeffekte zu nutzen. Es könne davon ausgegangen werden, dass Kosten in Höhe von zirka 350.000 Euro im Jahr sowie einmalig weitere 50.000 Euro für die Ausschreibung kalkuliert werden müssten. Diese Zahlen veranlassten die AfD-Fraktion dazu, für die Ratssitzung am kommenden Dienstag eine Anfrage mit dem Titel "Stark verlustbringendes Fahrradverleihsystem: Fahrräder verschenken wäre günstiger?" zu stellen.


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