Feuerwehrübung bei stattlichen 200 Grad Celsius

Die Ortsfeuerwehr Wartjenstedt hatte sich auf den Weg nach Lemgo gemacht, um in und an einer Brandsimulationsanlage zu üben.

Drinnen Hitze, draußen Kälte: So war der Übungstag in Lemgo geprägt.
Drinnen Hitze, draußen Kälte: So war der Übungstag in Lemgo geprägt. | Foto: Feuerwehren der Samtgemeinde Baddeckenstedt

Baddeckenstedt. Die Ortsfeuerwehr Wartjenstedt machte sich am 18. November auf den Weg nach Lemgo, um in und an einer Brandsimulationsanlage zu üben. Dort gibt es ein dreistöckiges Gebäude, in dem man die gasbefeuerten Brände mit Wasser löschen und so mal üben kann, wie es ist, mit gefüllten Schläuchen in einem unbekannten verrauchten Gebäude zu arbeiten. Über die Übung berichten die Feuerwehren der Samtgemeinde Baddeckenstedt in einer Pressemitteilung.



Um 12 Uhr startete die Übung mit einem kleinen Theorieteil mit Sicherheitsbelehrung und dann ging es für die Atemschutzgeräteträger auch schon los zur Wärmegewöhnung. In einem Brandraum in der Brandübungsanlage wurde die Temperatur bis auf über 400 Grad Celsius an der Decke erhöht, auf Mann (Frau-)-Höhe waren es immer noch stattliche 200 Grad. Die Draußengebliebenen waren ein bisschen neidisch, es war nämlich bei 3 Grad ganz schön kalt. Der Neid hielt sich dann aber doch in Grenzen, als man die roten verschwitzten Köpfe der Kameradin und der Kameraden sah, als sie die Wärmegewöhnung beendet hatten.

In dem dreistöckigen Gebäude kann man gasbefeuerte Brände mit Wasser löschen.
In dem dreistöckigen Gebäude kann man gasbefeuerte Brände mit Wasser löschen. Foto: Feuerwehren der Samtgemeinde Baddeckenstedt


Es wurden danach drei Übungen durchgeführt, die nicht nur die Atemschutz-Trupps forderten, sondern alle Teilnehmer. Bei einem Wohnungsbrand mit Menschenrettung ist ein gut abgestimmtes Zusammenspiel aus Mensch und Technik wichtig, um schnell und sicher helfen zu können, so die Feuerwehr. Es ging also beim Üben darum, dass alle Einsatzkräfte taktisch klug vorgehen, um alle Ressourcen gut und effektiv nutzen zu können. Dazu gehörten unter anderem das Aufbauen einer Wasserversorgung, das Durchführen der Atemschutzüberwachung und die Unterstützung des Atemschutztrupps. Auch sinnvolles Schlauchmanagement war ein Bestandteil der Übungen.

"Richtig viel mitgenommen"


Nach jeder Übung wurde alles ausführlich besprochen. Hinterher waren sich alle einig, man hat richtig viel mitgenommen und wird das bestimmt als Gruppe mal wieder machen.


mehr News aus der Region