Eine zunehmende Gefahr: Kreisfeuerwehr Goslar gründet Fachzug Waldbrand

Da die Gefahr von Vegetationsbränden immer mehr zunimmt, hat die Kreisfeuerwehr Goslar aus den vorhandenen Strukturen den Fachzug "Waldbrand" zusammengestellt.

Ein Teil der Sonderausstattung der Tanklöschfahrzeuge.
Ein Teil der Sonderausstattung der Tanklöschfahrzeuge. | Foto: Kreisfeuerwehr Goslar

Goslar. Die Kreisfeuerwehr Goslar trägt der zunehmenden Gefahr von Vegetationsbränden im Landkreis Goslar Rechnung und hat aus den vorhandenen Strukturen einen Fachzug „Waldbrand“ zusammengestellt. Hierzu wurden nach einem Vorschlag des Kreisbrandmeisters aus den einzelnen Ortsfeuerwehren Fahrzeuge bestimmt, die im zukünftigen Fachzug im Einsatzfall zusammengezogen werden können und anschließend als geschlossene Einheit in den Einsatz gebracht werden. Die örtlich zuständigen Stadt- und Gemeindebrandmeister sind dem Vorschlag des Kreisbrandmeisters gefolgt und haben der Gründung eines Fachzuges „Waldbrand“ im Rahmen einer Kreisfeuerwehrkommandositzung zugestimmt. Am gestrigen Montag haben sich die Feuerwehren, die den zukünftigen Fachzug stellen, auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Goslar getroffen. Dies berichtet die Feuerwehr.


Vom Kreisbrandmeister Uwe Fricke seien die anwesenden Führungskräfte (Ortsbrandmeister der betreffenden Ortsfeuerwehren) in die Aufgaben des zukünftigen Fachzuges eingewiesen worden. Zudem habe der Kreisbrandmeister den zukünftigen Zugführer des Fachzuges vorgestellt. Dies sei der ehemalige Ortsbrandmeister Thomas Bremer von der Ortsfeuerwehr Clausthal-Zellerfeld. Nach der formellen Unterweisung haben sich die anwesenden Führungskräfte im Detail die Ausstattung des zukünftigen Fachzuges „Waldbrand“ gemeinsam anschauen können.

Vom Kreisbrandmeister wäre in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich III der Landkreisverwaltung und dem Kreisschirmmeister eine Alarm- und Ausrückeordnung für den Fachzug erarbeitet worden. Der Fachzug Waldbrand werde nur auf Anforderung des bei einem Vegetationsbrandes örtlich zuständigen Einsatzleiters, auf Anforderung des für das Einsatzgebiet jeweils zuständigen Stadt- oder Gemeindebrandmeisters oder auf Anforderung des Kreisbrandmeisters oder der jeweiligen Stellvertreter im Amt, alarmiert und eingesetzt. Der Fachzug Waldbrand werde vornehmlich nur im eigenen Landkreis eingesetzt. Er sei nicht für überörtliche Einsätze vorgesehen, allerdings könne er auch bei der nachbarlichen Löschhilfe in den angrenzenden Landkreisen zum Einsatz kommen.

So setzt sich der Zug zusammen


Der Fachzug „Waldbrand“ werde von den Feuerwehren aus den Städten- und Gemeinden Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld (Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld), Gemeinde Liebenburg (Feuerwehren der Ortschaft Döhren), Samtgemeinde Lutter (Feuerwehr Neuwallmoden) Stadt Bad Harzburg (Feuerwehr Bad Harzburg und Bündheim-Schlewecke) und der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Goslar gebildet.

Im Fachzug „Waldbrand“ sind integriert: ein Führungsfahrzeug, zwei Löschfahrzeuge vom Typ LF KatS (Bundesfahrzeuge), zwei Tanklöschfahrzeuge und ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Löschwasser (10.000 Liter). Das derzeit in der Beschaffung befindliche Waldbrand-ATV (All-Terrain-Vehikel) werde dem Fachzug nach der Auslieferung ebenfalls zugeordnet. Die taktische Aufgabe des Fachzuges bestehe in erster Linie darin, eine mobile Brandbekämpfung (Moskitotechnik) und Pump in Roll –Technik (Wasserabgabe während des Fahrens) mittels Tanklöschfahrzeugen und dem ATV von einer mobilen Wasserentnahmestelle aus, durchzuführen. Zudem sei der Fachzug in der Lage eine eigenständige Löschwasserversorgung mittels zweier Löschgruppenfahrzeuge (LF KatS) und einem Pufferspeicher mit 10.000 Liter Löschwasser sicherzustellen. Die Bereitstellung von Löschwasser erfolge zum einen in dem 10.000 Liter fassenden Abrollbehälter und zusätzlich in mobilen Löschwasser-Faltbehältern, die sich selbstständig beim Befüllen mit Wasser aufrichten. Die beiden Tanklöschfahrzeuge im Fachzug seien zudem mit spezieller Vegetationsbrandausrüstung ausgestattet, beziehungsweise werde die Ausrüstung in Kürze noch aufgestockt.


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