Wildschwein-Plage in diesem Ort im Harz? So will die CDU dagegen vorgehen

Wildschweine verwüsten Grundstücke in diesem Goslarer Ortsteil. Ortsratspolitiker fordern jetzt eine weitere Maßnahme, um die Plage einzudämmen.

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Wildschweine sollen in Hahnenklee-Bockswiese, wenn es nach der dortigen CDU geht, künftig in Fallen gelockt werden (Symbolbild).
Wildschweine sollen in Hahnenklee-Bockswiese, wenn es nach der dortigen CDU geht, künftig in Fallen gelockt werden (Symbolbild). | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Goslar. Ungebetene Gäste verwüsten den Goslarer Stadtteil Hahnenklee-Bockswiese? Wildschweine seien dort jedenfalls zu einer echten Plage geworden. Das findet zumindest die CDU-Fraktion im Ortsrat, die jetzt beantragt, dagegen vorzugehen. Sie schlägt dafür bereits eine konkrete Methode vor.



Eine "Dezimierung" der Wildschweinpopulation – das fordert die CDU mit ihrem Antrag, der in der kommenden Woche bei der konstituierenden Sitzung des neuen Ortsrates auf der Tagesordnung steht. Darin heißt es: "Seit einigen Jahren hat die Wildschweinpopulation in Hahnenklee-Bockswiese erheblich zugenommen. Die Tiere richten auf öffentlichen und privaten Grundstücken massive Schäden an. Die bisher erfolgten Maßnahmen reichen nicht aus."

Wildschweine im Harz sind keine Seltenheit


Probleme mit Wildschweinen im Harz und auch im gesamten Landkreis Goslar sind immer wieder mal Thema. So hatte zum Beispiel Clausthal-Zellerfeld erst vor wenigen Monaten ein Meldeportal eingerichtet. Auch in St. Andreasberg gingen die Verantwortlichen gegen die Schweine vor.

Saufang soll zum Erfolg führen


Das dort verwendete Verfahren nehmen sich jetzt auch die CDU-Politiker in Hahnenklee-Bockswiese zum Vorbild. In St. Andreasberg hatte es laut aktuellem CDU‑Antrag mit der Dezimierung geklappt – mittels eines Saufangs. Das ist eine Form der Jagd, bei der die Schweine mit Futter in Fallen gelockt und anschließend darin erschossen werden. Das wünscht sich auch die CDU jetzt für den Ortsteil am Bocksberg.

Falls der Antrag Erfolg hat, müsste ein Jäger in dem Verfahren eingewiesen werden. Dafür würden wohl einmalige Kosten für einen Lehrgang entstehen. Außerdem wären ein spezielles Gewehr sowie eine Fangeinrichtung nötig. Auch für diese Anschaffungen könnten Kosten entstehen. Hinzu kämen laut Angaben der CDU-Ortsratspolitiker Folgekosten für Futter (Köder), Munition und Personal.

Genehmigung für Saufang rechtswidrig


Ganz unkritisch ist die Methode nicht. Bundesweit äußern Tierschützer immer wieder Bedenken zu Saufängen. Erst in dieser Woche hat ein Verwaltungsgericht in Bayern sogar die Genehmigung für einen Saufang vom Typ "Pig Brig", den auch die CDU in Hahnenklee-Bockswiese als Beispiel nennt, für rechtswidrig erklärt. Darüber berichtet die Fachzeitschrift "Wild und Hund", die vermutet, dass die Entscheidung bundesweite Auswirkungen nach sich ziehen könnte.

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