Rechtskräftige Verurteilungen nach Schockanruf-Serie in Norddeutschland

Das Landgericht Aurich hat drei Männer im Alter von 18, 27 und 28 Jahren wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs rechtskräftig verurteilt.

von


Justicia (Archiv)
Justicia (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Aurich. Das Landgericht Aurich hat drei Männer im Alter von 18, 27 und 28 Jahren wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs rechtskräftig verurteilt. Das teilte das Gericht am Donnerstag mit.


Die Urteile sind nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH) nun rechtskräftig. Die Kammer hatte festgestellt, dass die Angeklagten zwischen Februar und September 2024 systematisch Betrugstaten zum Nachteil älterer Menschen im gesamten Bundesgebiet begangen hatten. Dabei gaben sich die Täter am Telefon als Polizeibeamte aus und täuschten vor, dass eine Einbrecherbande in der Nähe sei.

Die Geschädigten wurden so dazu gebracht, Wertgegenstände, Bargeld oder EC-Karten in Müll- oder Papiertonnen zu legen, die dann von den Angeklagten abgeholt wurden. Das Landgericht hatte den 27-Jährigen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren, den 28-Jährigen zu sechs Jahren und den 18-Jährigen zu einer Einheitsjugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Der BGH verwarf die Revisionen der beiden älteren Angeklagten als unbegründet und reduzierte lediglich die Einziehungsanordnung gegen den 18-Jährigen geringfügig.

Die Taten richteten sich gegen insgesamt 23 Geschädigte, die Beute wurde über Finanzagenten in die Türkei transferiert.

Themen zu diesem Artikel


Justiz Abfall Kriminalität