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Salzgitter: Mann will Hund retten und bricht im Eis ein



Nach versuchter Hunde-Rettung am See: Mann in Lebensgefahr

Bei dem Versuch seinen Hund zu retten, ist ein Mann im Salzgittersee ins Eis eingebrochen.

von Julia Fricke


Die Rettungskräfte waren im Einsatz am Salzgittersee.
Die Rettungskräfte waren im Einsatz am Salzgittersee. Foto: Rudolf Karliczek

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Salzgitter. Am heutigen Montagmorgen gegen kurz nach 9 Uhr kam es am Salzgittersee im Bereich des Hundestrandes zu einem Einsatz für die Feuerwehr. Auch der Polizeihubschrauber war im Einsatz. Bei dem Versuch seinen Hund zu retten, ist ein Mann im dünnen Eis des Salzgittersees eingebrochen. Er konnte lebend von den Tauchern ans Ufer gebracht werden, befindet sich jedoch in Lebensgefahr, wie die Feuerwehr vor Ort berichtet.



Update, 23. Februar:Wie die Polizei berichtet, verstarb der Mann im Klinikum.

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Bei Eintreffen der Rettungskräfte vor Ort habe der Mann zunächst nicht sofort lokalisiert werden können. Er habe bewusstlos unter Wasser gelegen, zudem dunkle Kleidung getragen. Die Wassertemperatur liege derzeit bei etwa 4 bis 5 Grad Celsius. Somit hätte ihn die Wärmebildkamera des Polizeihubschraubers nicht lokalisieren können. Zudem sei der Untergrund schlammig gewesen, sodass es zu Sedimentaufwirbelungen gekommen sei, wie Marcus Spiller von der Berufsfeuerwehr erklärt. Erst die Taucher der Salzgitter AG hätten den Mann finden können, der sich in Ufernähe bewusstlos unter Wasser befand. Der Mann befinde sich derzeit in Lebensgefahr und wurde ins Klinikum gebracht. Der Hund konnte sich selbst retten.

Eisflächen nicht betreten


Die Eisschicht auf dem Salzgittersee ist sehr dünn. Spiller warnt ausdrücklich vor dem Betreten der Eisflächen: "Betreten Sie die Eisflächen auf keinen Fall!" Wenn ein Hund einmal nicht selbstständig wieder herauskommen sollte, dann sollte ebenfalls die Feuerwehr alarmiert werden, denn das Betreten der Eisflächen sei lebensgefährlich. "Hunde haben in der Regel eine gute Kondition und einen Willen oben zu bleiben. Und da ist die Feuerwehr innerhalb von wenigen Minuten vor Ort", so Spiller. Das eigene Leben sollte nach Möglichkeit nicht riskiert werden.


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