Unfall mit Hühner-LKW: PETA erstattet Strafanzeige


Die Organisation fordert ein generelles Verbot von Tiertransporten. Symbolbild: Pixabay
Die Organisation fordert ein generelles Verbot von Tiertransporten. Symbolbild: Pixabay | Foto: Pixabay

Königslutter. Nach dem Unfall eines Tiertransporters am 26. Juni, bei dem mehrere Hühner getötet wurden, hat PETA gegen die Verantwortlichen Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig erstattet, unter anderem wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und gegen die Tierschutztransportverordnung. Dies berichtet die Organisation in einer Pressemitteilung.


Der mit zirka 5.000 Tieren beladene LKW war auf der A2 in Fahrtrichtung Berlin unterwegs, als er von der Fahrbahn abkam und durch einen Graben fuhr. Aufgrund des Unfalls oder weil die Hühner in der Hitze verharren mussten, starben einige von ihnen. Der Vorfall ereignete sich am heißesten Tag des Monats mit gebietsweise bis zu 40 Grad Außentemperatur.

Die Transporte sind für die Tiere mit Stress verbunden


Für die Tiere seien die Transporte stets mit zahlreichen Risiken und Qualen verbunden. Sie würden unter Hunger und Durst leiden, seien erdrückender Enge und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Das Verletzungsrisiko in den voll belegten Transportern sei enorm. Immer wieder komme es zu tödlichen Unfällen. Die Tierschutzorganisation fordert ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten.

„Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Bei Unfällen sterben Schweine, Rinder, Hühner oder Puten qualvoll und langsam. Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindlichen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. Hühner dürfen laut der Tierschutztransportverordnung bis zu acht Stunden am Stück befördert werden. Durch Ausnahmegenehmigungen seien die Transportzeiten jedoch oft sehr viel länger.

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